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TanzenDeutsche Meisterin aus Lindlar zeigt, wie Salsa geht

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Das Foto zeigt Paare auf ener Tanzfläche.

Ein Tanzkurs zum Salsa fand in der Kneipe Siebzehn 61 in Engelskirchen statt mit Tanzlehrerin Clara Erger (beiger Pulli).

Claudia Erger aus Lindlar unterrichtet in Engelskirchen Salsa, einen Tanz aus Lateinamerika. 2018 wurde sie Deutsche Meisterin, 

Die Musik erinnere an Sonne und das Meer, an Sinnlichkeit, lasse Raum für Kreativität, sagt die 31-Jährige voller Begeisterung. „Salsa ist die pure Lebensfreude – egal ob man sie als Paar, allein oder in einer Formation tanzt“, ist Clara Erger überzeugt. Sie kam zur Salsa durch ihre Eltern, die diesen gefühlvollen lateinamerikanischen Tanz seit rund 30 Jahren lieben.

„Ich bin in Freiburg aufgewachsen und hatte dort wirklich tolle Tanzlehrer. Mein Vater ist Jazzmusiker – bei uns spielte Musik also ohnehin immer eine große Rolle“, berichtet Erger. Ihr Studium der Erziehungswissenschaften absolvierte sie in Köln, doch Bonn wurde ab 2014 zum Lebensmittelpunkt. Dort gründete die junge Frau 2018 ihre eigene Tanzschule. „Claras Latin Dance Academy“ fiel aber schon 2020 den Corona-Auflagen zum Opfer.

Erinnerungen an Sonne und Meer

Clara Erger blickt zurück: „Nachdem ich mich als Tanzlehrerin und Choreographin selbstständig gemacht hatte, habe ich Showgruppen gegründet und Anfang 2018 als Deutsche Vize-Meisterin sogar an der Weltmeisterschaft in Miami teilgenommen.“ Ihre Frauenformation „Las Mariposas“ holte 2017 den Deutschen Meistertitel, heute tanzen noch vier Frauen in dieser Gruppe. Als Solotänzerin wurde Erger 2018 Deutsche Meisterin.

Vor drei Jahren zog die Tanzlehrerin nach Lindlar und leitet nun jeden Mittwoch im Restaurant Siebzehn61, Horpestraße 4 in Engelskirchen, einen After-Work-Salsa-Treff. Zu den Salsa-Abenden im Kulturlokal kann jeder kommen. Die allermeisten, die neu hinzukommen, starten als neugierige Anfänger, die nach dem ersten Abend aber schon die ersten Schritte gut meistern. Wer allmählich ein bisschen versierter wird, kann sich auf dieser Grundlage frei entfalten, verspricht Clara Erger: „Gerade diese Kreativität in der Bewegung ist der Reiz an der Salsa. Wer da unverkrampft rangeht, sieht schnell Erfolge und hat viel Spaß.“

Man bekommt gute Laune, aber vielleicht auch ein bisschen Muskelkater!
Clara Erger über Salsa

Sie kann gute Gründe nennen, selbst in der Mitte des Lebens noch mit dem Tanzen zu beginnen. Etwa das Sportliche: „Man bekommt gute Laune, aber vielleicht auch ein bisschen Muskelkater!“ Oder das Schulen der Koordination und des Gedächtnisses.

Oder der soziale Aspekt. Denn in Engelskirchen sind schon Freundschaften entstanden. Viele Teilnehmende treffen sich schon vor 20.30 Uhr, bevor der Salsa-Abend beginnt, um noch schnell gemeinsam etwas zu essen und ein bisschen zu plaudern. Dann werden irgendwann Tische und Stühle an die Seite gestellt und die Musik lauter gedreht. Entweder finden sich Paare oder es wird in der Formation getanzt.

Jeder Abend ist anders, denn es kommen immer mal wieder neue Tanzwillige dazu. Weitere Teilnehmende sind willkommen, betont Clara Erger. Und es dürfen gern ein paar mehr Männer sein, merkt die Tanzlehrerin an. „Es ist erst eine richtige Salsa-Party, wenn es auf der Tanzfläche allmählich eng wird, wenn der Schweiß fließt und in bester Laune gelacht wird!“ Katja Pohl