Schwimmer aus ganz Deutschland gingen bei den Freiwassermeisterschaften in der Aggertalsperre in Lantenbach an den Start.
Freiwasserschwimmen in Gummersbach570 Schwimmer treten in der Aggertalsperre an

Das Ziel erreicht, galt es für die Schwimmerinnen und Schwimmer abzuklatschen.
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Die Aggertalsperre war am Wochenende zum siebten Mal das größte Wettkampfbecken weit und breit. Denn dort richteten der ASC Gummersbach und der TuS Derschlag gemeinsam mit dem Deutschen Schwimmverband (DSV), dem Schwimmbezirk Mittelrhein (SBM) und dem Schwimmbezirk Aachen (SB Aachen) erneut Freiwassermeisterschaften aus. Rund 570 Schwimmerinnen und Schwimmer traten trotz der Konkurrenz durch den Köln Triathlon an. In Lantenbach ausgetragen wurden die Internationalen offenen Aachen-/Mittelrhein-Meisterschaften und die Deutschen Masters-Meisterschaften. Dafür waren die Teilnehmenden nicht nur aus den umliegenden Vereinen, sondern aus ganz Deutschland angereist. Der jüngste Starter war zwölf, der älteste 82 Jahre alt.
Erster Formcheck nach der Sommerpause
Darunter war auch Tizian Rathgeber, Trainer beim SFC Nahetal 05 aus Bad Kreuznach. „Für uns ist es der erste Wettkampf der Saison und der erste Formcheck nach der Sommerpause“, erzählte er. Mit acht Schwimmerinnen und Schwimmern war er nach Lantenbach gekommen. „Bei uns gehört das Freiwasserschwimmen einmal im Jahr dazu“, erklärte er, dass die Jugendlichen einfach alles einmal ausprobieren sollten, ehe sie sich entscheiden, ob es die Sprint- oder die Langstrecke werden soll.
Trainiert wird zu Hause im Becken, wobei Bojen im Wasser umschwommen werden müssen, da die lange Strecke ohne die Wenden an der Wand simuliert werden soll. Und auch den Start mit den vielen weiteren Schwimmern drumherum und dem Gedränge hatten die Nahetaler geübt. Am Wochenende standen die meisten seiner Schützlinge schließlich in einem der Startblöcke über die 2500 Meter. Das Wasser der Talsperre hatte eine Temperatur von 21,8 Grad und damit waren Neoprenanzüge verboten.
Mehr als Handball und Fußball in Gummersbach
Ein Schwimmer nach dem anderen wurde aufgerufen, die Startnummer auf dem Rücken und der Startpass kontrolliert. Die Veranstalter um Ruth Uessem (ASC Gummersbach) müssen genau wissen, wer ins Wasser geht und nach dem Schwimmen wieder den Start- und Zielbereich verlässt. „Ohne Taucher im Rettungsteam mache ich keine Wettkampf“, betonte Uessem. Falls etwas passiere, könne man nicht erst noch Taucher anfordern.
Nicht nur für die Taucher sondern auch für die gesamte Sicherheit im und am Wasser war die DLRG Oberberg mit 44 Frauen und Männern im Einsatz. „Sechs Boote sind auf dem Wasser“, berichtete Matthias Vehlow, Einsatzleiter Wasserrettung. Zum Sanitätsdienst gehörte auch ein Arzt. „Bis auf eine Schnittwunde ist bisher alles ruhig“, erklärte Vehlow am Samstagnachmittag. Für die DLRG mit ihren 13 Ortsgruppen ist es die größte Veranstaltung im Bezirk. Nach den Zelten der vergangenen Jahre sind sie nun in der neuen Station der Ortsgruppe Bergneustadt mit Blick auf die Talsperre untergebracht.
Für Ruth Uessem beginnt die Vorbereitung auf die Freiwassermeisterschaften bereits im Januar, Absprachen müssen nicht nur mit den Verbänden sondern auch mit dem Ordnungsamt vor Ort getroffen werden. Fest in der Hand der Schwimmer des TuS Derschlag ist die Cafeteria. Rund 30 bis 35 Helfer der beiden Vereine waren an den beiden Wettkampftagen im Einsatz. Unterstützt wurden die Organisatoren vom Aggerverband, der die Strecken vom 500 Meter Volksschwimmen bis hin zu 10.000 Meter ausmisst.
Gummersbachs Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit zeigte sich „schwer beeindruckt“ von den Wettkämpfen und den vielen Teilnehmenden. „Das Ganze hat auch etwas von einem Familientreffen“, sagt er. Die Sportstadt Gummersbach biete eben nicht nur Handball und Fußball, dankte er Ruth Uessem, dass sie eine solche Großveranstaltung ausrichte, ehe er schließlich den Startschuss für das 2500 Meter-Volksschwimmen gab.
