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Eröffnung im Mai geplantBau der Wasserrettungsstation in Gummersbach liegt im Zeitplan

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Die Fassade der neuen Wasserrettungsstation der DLRG Bergneustadt an der Aggertalsperre ist mit Holz verkleidet.

Die Fassade der neuen Wasserrettungsstation der DLRG Bergneustadt an der Aggertalsperre ist mit Holz verkleidet und soll sich in die Natur einfügen.

Neben den Arbeiten im und am Gebäude muss das Außengelände ertüchtigt werden. Das soll in Eigenleistung geschehen, die DLRG benötigt erneut Spenden.

Der Trockenbau der neuen Wasserrettungsstation an der Aggertalsperre in der Gummersbacher Ortschaft Lantenbach steht, die Fenster sind eingebaut und die Anschlüsse vorbereitet. Als nächstes rückt der Fliesenleger an und die neue Wachstation der DLRG-Ortsgruppe Bergneustadt bekommt einen Boden, die Sanitäranlagen werden installiert und die Elektrik wird fertiggestellt.

Anschließend wird ein Maler den Wänden Farbe verpassen. So ist der Stand des aufwendigen Neubaus. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Philip Solbach, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe.

Innenansicht eines Trockenbaus.

Auch drinnen, in der neuen DLRG-Wasserrettungsstation, ist schon viel passiert.

Auf einen Hilferuf im Frühjahr 2022, als der Ortsgruppe die finanziellen Mittel für eine Sanierung ihrer damals maroden Wasserrettungsstation fehlten, hatten sich zahlreiche Unterstützer gemeldet. Schnell wurde zudem klar, dass eine Sanierung finanziell keinen Sinn machte. Stattdessen verfolgten die Beteiligten schließlich den Plan eines Neubaus.

Von den dafür insgesamt 320.000 Euro hohen Kosten wurden 70 Prozent über das Leader-Programm gefördert, weitere 31.000 Euro übernahm die Sparkasse Gummersbach. Der Förderverein der beiden Gummersbacher Rotary-Clubs steuerte 15.000 Euro bei. Hilfe kam zudem von lokalen Unternehmen wie der Bergneustädter Firma Gizeh sowie zahlreichen weiteren privaten Spenderinnen und Spendern.

Gelder für die Außenanlage der neuen DLRG-Wache fehlen noch

Nun ist die finale Phase der Arbeiten angebrochen. Anfang Mai soll es einen Festakt zur Einweihung der dann hoffentlich fertigen Wache geben. Außerdem ist ein Tag der offenen Tür geplant, bei dem die DLRG-Ortsgruppe Besucherinnen und Besuchern ihre neue und moderne Station nahe des Jugendzeltplatzes an der Aggertalsperre zeigen möchte.

Bis dahin stehen jedoch auch noch Arbeiten rund um das neue Gebäude an, diese möchte die Gruppe in Eigenleistung bewältigen – wieder einmal, weil es sonst finanziell nicht möglich wäre. Eine Fläche von fünf Quadratmetern rund um die Wache soll neu gepflastert werden, auch muss eine alte Treppe ertüchtigt und verbreitert werden. Hinzukommt die Begrünung der Außenanlage.

„Das wird noch einmal anstrengend“, weiß Philip Solbach und hofft auf weitere Spenden, damit die Ortsgruppe die Materialien für diese Arbeiten besorgen kann. „Für die Außenanlage benötigen wir sicher zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Und dieselbe Summe wird wohl noch mal für das Mobiliar der Wache anfallen“, sagt Solbach.

Teuer ist auch die neue Funktechnik, die in der Wasserrettungsstation eingebaut wird. Denn die bisher genutzte Technik ist nicht nur veraltet, sondern auch nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Der Betriebsfunk ist mittlerweile digitalisiert worden. Mit der neuen Technik kann die DLRG nun erstmals direkt mit der Rettungsleitstelle des Kreises in Kontakt treten und sich somit bei gemeinsamen Einsätzen besser und schneller absprechen.

Schon jetzt freuen sich die Bergneustädter Wasserretter nach ihrem jahrelangen und kräftezehrenden Einsatz für ihre neue Wache, diese im Frühjahr endlich beziehen und nutzen zu können. Wer die Gruppe auch bei den letzten noch anstehenden Arbeiten und Anschaffungen unterstützen möchte, findet Spendenmöglichkeiten auf der Internetseite der DLRG Bergneustadt.