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Aktive MittagspauseAuch Polizeibeschäftigte aus Oberberg fordern aktuell mehr Lohn

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Eine Gruppe, darunter Gewerkschafter, steht vor dem Polizeigebäude in Gummersbach.

Am Donnerstag versammelten sich Polizeibeamtinnen und -beamte sowie Gewerkschafter um Felix Schulmeister (r.) in Gummersbach.

Am Donnerstag hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Oberberg zur aktiven Mittagspause vor dem Polizeigebäude in Gummersbach aufgerufen.

Rund 80 Landesbeamte der Polizei im Oberbergischen Kreis fordern im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen der Länder 2025/26 mehr Geld. Am Donnerstag hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Oberberg zur aktiven Mittagspause vor dem Polizeigebäude in Gummersbach aufgerufen. Unterstützt wurde sie von der IG Metall.

Landespolizei: Nachtzuschläge stammen noch aus der D-Mark-Zeit

Gefordert werden sieben Prozent mehr Entgelt, monatlich mindestens 300 Euro mehr Lohn sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 200 Euro und deren unbefristete Übernahme. Darüber hinaus stehen höhere Zeitzuschläge sowie zeit- und wirkungsgleiche Übertragungen auf Beamtinnen, Beamte und Versorgungsempfänger auf dem Papier – für eine Laufzeit von zwölf Monaten. „Wir fordern vernünftige Rahmenbedingungen für unsere Arbeit, eine faire Bezahlung sowie Wertschätzung und Respekt“, sagt Felix Schulmeister von der GdP Oberberg. Er berichtet: „Seit 25 Jahren beträgt der Nachtzuschlag 1,28 Euro pro Stunde. Diese Werte stammen noch aus der D-Mark-Zeit.“

Die Forderungen sieht er auch mit den leeren Länderkassen vereinbar. „Sie orientieren sich an den realen Lebensunterhaltskosten. Die Länder profitieren von stabilen Einnahmen und haben in vielen Bereichen Personalengpässe. Das dürfen sie nicht ignorieren. Wir verhandeln verantwortungsvoll, aber ohne Schönfärberei.“ Wichtig ist dem Gewerkschafter auch, dass der öffentliche Dienst und der Polizeiberuf attraktiv bleiben.

Die zweite Verhandlungsrunde findet Mitte Januar statt. Endet diese – wie die Gewerkschaft aktuell erwartet – erneut ohne Einigung, werden auch Landesbeamte aus Oberberg am 20. Februar an einer Demo vor dem Landtag in Düsseldorf teilnehmen. Auch weitere öffentliche Warnstreiks oder Aktionen in Oberberg sind nicht ausgeschlossen, sagt Felix Schulmeister.