Tom Borlinghaus ist angehender Arzt und sammelt praktische Erfahrung im Gummersbacher Krankenhaus.
AusbildungTom Borlinghaus absolviert Teile seines Praktischen Jahres im Krankenhaus Gummersbach

Tom Borlinghaus (l.) findet es gut, in Gummersbach im Team arbeiten zu können.
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Dass sein Weg ihn zur Medizin führen würde, wusste Tom Borlinghaus schon früh. Nach dem Abitur machte der heute 29-Jährige ein zweiwöchiges Praktikum am Kreiskrankenhaus Gummersbach (KKH) in der Onkologie. Es folgte die Ausbildung zum Krankenpfleger in Wipperfürth und danach arbeitete er bis zu seinem Medizinstudium in Bochum in der Pflege. Inzwischen ist der Meinerzhagener als Zweithörer an der Uni Köln eingeschrieben und seit Anfang März im Praktischen Jahr (PJ) am Kreiskrankenhaus (KKH) in Gummersbach. Mit der Uni Köln und der Uni Bonn kooperiert das KKH bei dem Praktischen Jahr. Das 48 Wochen umfassende PJ beinhaltet die Vertiefung der praktischen Fähigkeiten in Chirurgie, Innerer Medizin und einem Wahlpflichtfach im Rahmen von drei Tertialen. Das erste Tertial absolvierte der angehende Arzt in Kierspe in einer Praxis für Allgemeinmedizin, aktuell ist er in der Notaufnahme in Gummersbach tätig.
Gutes Gefühl für die praktische Arbeit
Er ist überzeugt: „Durch das PJ bekommt man ein gutes Gefühl für die praktische Arbeit als Arzt. Und hier in Gummersbach erhalten wir als PJler wertvolle Einblicke in die Praxis, können unter Begleitung der Ärzte Visiten durchführen, alle Fragen stellen und wirklich im Team arbeiten.“ Christoph Höck, Leitender Arzt in der Abteilung Innere Medizin und Assistenzärztin Amelie van Dorsten begleiten den angehenden Arzt in Gummersbach. Christoph Höck sagt: „Das PJ ist eine Win-win-Situation. Die Studierenden lernen unser Krankenhaus und unsere Abläufe kennen, während wir die PJler in ihrem Engagement für ihre Arbeit erleben. In der Regel gibt es pro Abteilung immer mindestens einen PJler, von denen einige auch gerne als Assistenzärzte bei uns bleiben.“ Die Studierenden im Praktischen Jahr erhalten am KKH zweimal pro Woche, unter anderem von Christoph Höck, explizite PJ-Fortbildungen, werden jeweils an einem Tag pro Woche zum Lernen freigestellt und sind Teil der täglichen Teambesprechungen.
Assistenzärztin Jessica Schulz hat ebenfalls ein Tertial ihres PJ im Gummersbacher Kreiskrankenhaus absolviert. Sie studierte in Bonn, war in der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, arbeitete dabei mit Chefärztin Anja Weishap zusammen und berichtet, dass das Erleben der praktischen Arbeit für sie sehr wertvoll war. „Unter Begleitung Anamnesen durchzuführen, war zwar durchaus herausfordernd, aber auch sehr hilfreich.“ Sie entschied sich für das Gummersbacher Krankenhaus, weil sie, aufgewachsen in Wiehl, wieder in ihre Heimat zurück wollte. Borlinghaus betont: „Das Besondere am Praktischen Jahr in Gummersbach ist, dass alle immer ansprechbar sind – vom Pflegepersonal bis hin zu den Chefärzten, die alle versuchen, uns jederzeit zu unterstützen.“
Am heutigen Mittwoch findet eine digitale Infoveranstaltung für Medizinstudierende statt, bei der sich auch das Team des KKH von 17 bis 18 Uhr vorstellt. Zum Link für die Veranstaltung geht es über die Internetseite der Medizinischen Fakultät der Uni Köln, medfak.uni-koeln.de. Für das Praktische Jahr bewerben können sich Studierende der Unis in Köln oder Bonn oder Zweithörer in Köln und Bonn. Auch Initiativbewerbungen in Gummersbach sind möglich. Katja Pohl
