Wie ein Pilz aus Eis wirkt das Naturphänomen, das zwei Leser im Wald entdeckt haben. Wir erklären, was es damit auf sich hat.
Natur im WinterEisiges Phänomen in Oberbergs Wäldern

Dieter und Manuela Szczeponik haben in einem Wald bei Gummersbach-Strombach dieses Haareis entdeckt
Copyright: Dieter und Manuela Szczeponik
Ein Fall für den Friseur ist es auf keinen Fall, zu fragil ist jenes Kunstwerk, das der Winter da geschaffen hat: Haareis. In einem Waldgebiet der Gummersbacher Ortschaft Lope hat das Leserehepaar Dieter und Manuela Szczeponik bei einem Spaziergang dieses eisige Phänomen entdeckt und dann auch gleich fotografiert.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bildet sich solches Haareis – auch Eiswolle genannt – an Totholz, an abgefallenen Ästen oder abgestorbenen Bäumen etwa. Die einzelnen Haarstränge heißt es, stünden immer dicht beieinander. Sie können eine Länge bis zu zehn Zentimeter erreichen.
Haareis, so der Deutsche Wetterdienst, bilde sich in Mischwäldern und vor allem an schneefreien Wintertagen, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und die Temperatur nur wenig unter null Grad liegt. Haareis sei noch heute Gegenstand der Forschung.
