Gummersbach – Zwei Jahre und zehn Monate Gefängnis lautet das Urteil gegen einen 36 Jahre alten Angeklagten, der sich wegen Einbruchs, versuchtem Einbruch, Sachbeschädigung, Raub und gefährlicher Körperverletzung vor dem Schöffengericht am Gummersbacher Amtsgericht verantworten musste.
Ihm wurde vorgeworfen, in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2021 mit einem Mittäter in eine Ründerother Pizzeria eingebrochen und Geld gestohlen zu haben. Mit dem gleichen Komplizen soll er am 28. Juli eine dritte Person verprügelt und um die Wertsachen gebracht haben. Allein soll der 36-jährige dann am 29. Juli versucht haben, erneut in die Pizzeria einzubrechen. Der Alarm heulte jedoch los. Er floh, wurde aber geschnappt.
Bei allen Taten unter Alkoholeinfluss
Eine Untersuchung seines Blutes ergab einen Wert von mehr als zwei Promille. Auch bei den anderen Taten soll er nicht nüchtern gewesen sein. „Er gibt zu, die Taten begangen zu haben“, erklärte der Verteidiger. Doch habe sein Mandant seit der Jugend ein Alkohol- und Drogenproblem, deswegen sei er bereits öfter straffällig geworden sei. „Ich will aufhören, wirklich“, beteuerte der Angeklagte. Zurzeit lebt er in einer Notunterkunft. Er hatte in Remscheid eine Therapie begonnen, doch nach einem Rückfall musste er die Klinik verlassen.
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Das Schöffengericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verurteilte den 36-Jährigen unter Einbeziehung zweier Urteile von 2020 zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft. Der Vorsitzende Richter Ulrich Neef ließ den Angeklagten aber nicht ohne Ermahnung gehen: „Ich empfehle, die Haftstrafe abzusitzen und sich danach in Therapie zu begeben. Wenn Sie dieses Problem nicht hätten, säßen wir hier nicht.“ (bs)

