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VeränderungssperreGummersbach will auf Areal für Flüchtlingsunterkunft Wohnraum schaffen

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Luftbild Sandberg Gummersbach

Die Stadt Gummersbach hat für den Sandberg einen Aufstellungsbeschluss für ein Wohngebiet gefasst. 

Unabhängig davon, ob das Land NRW in Gummersbach eine Flüchtlingsunterkunft realisiert, hat die Stadt für das Areal eine Veränderungssperre erlassen.

Der Gummersbacher Ausschuss für Stadtentwicklung hat den Startschuss für die Ausweisung eines Baugebiets auf dem ehemaligen Fachhochschulareal auf dem Sandberg gegeben und einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss gefasst. Und das einstimmig. Zugleich wurde eine Veränderungssperre für den Bereich erlassen, um die planerischen Ziele des Bebauungsplanes abzusichern. Den finalen Beschluss zu dieser Veränderungssperre wird in der kommenden Woche noch der Rat fassen, was aber als sicher gelten sollte.

Gummersbachs Bürgermeister sieht darin keinen „Verhinderungsplan“

Wie zuerst in dieser Zeitung berichtet, gibt es Überlegungen beim Land, das Areal für eine Flüchtlingsunterkunft in Containerbauweise für an die 600 Menschen zu nutzen. Dagegen gab es nicht nur aus der Bevölkerung Widerstand, vor allem Bürgermeister Frank Helmenstein hatte dem Kölner Regierungspräsidenten bei einem Treffen in Gummersbach die ablehnende Position der Kreisstadt verdeutlicht. Joachim Scholz (Grüne) mutmaßte im Ausschuss, dass der politische Hintergrund für die Beschlüsse der Umstand sei, dass „man Gummersbach mit einer Flüchtlingsunterkunft beglücken“ wolle.

Helmenstein indes stellte klar, dass es hier nicht um einen Verhinderungsplan gehe, sondern, dass man städtebaulich etwas verändern wolle. Er berichtete weiter, dass er in dieser Woche ein Gespräch mit dem Staatssekretär aus dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration geführt habe. Zum Inhalt machte der Bürgermeister keine Ausführungen.

Der stellvertretende Pressesprecher des Kölner Regierungspräsidenten, Dennis Heidel, hatte aber schon in der Vorwoche durchblicken lassen, dass das Land NRW „die Pläne für Gummersbach nicht auf Teufel komm raus durchdrücken“, wolle. Zu einer späteren Bebauung des Sandbergs sagte der Bürgermeister, dass auf dem Gelände unabhängig davon, wer Eigentümer sei, an die 350 Wohneinheiten entstehen könnten. Und das mit einer guten sozialen Durchmischung. Mit Hinblick darauf, dass die Stadt Gummersbach keine anderen Flächen mehr für Wohnbebauung habe, machte er zugleich die Bedeutung des Areals für die Stadtentwicklung deutlich.