Ministerin zu GastGummersbacher begeistert vom ersten Blick in die kernsanierte Alte Vogtei

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Blick auf eine Gruppe von Menschen an einer digitalen Infotafel

Wissenswertes und Historisches über Gummesbach erfuhr NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach zum Beispiel an einem Multi-touch-Display.

Nach dem Besuch von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach strömten Hunderte Interessierte in das neue Bürgerhaus der Stadt Gummersbach.

Gummersbach hat am Samstag die Vogtei erobert. Und das in zwei Etappen. Am Mittag war zunächst NRW-Städtebauministerin Ina Scharrenbach zu Gast, ehe am frühen Abend die Öffentlichkeit die Vogtei sprichwörtlich in Besitz nahm. Andere gingen sofort in die neue Gastronomie und genossen dort bei vorsommerlichen Temperaturen auf der Außenterrasse den Vorabend des Muttertags.

Blick auf Besucher einer Außengastronomie im Sonnenschein

Auch die neue Gastronomie der Vogtei war am Samstag ein Magnet.

So oder so hat Gummersbach seit Samstag ein neues Bürgerhaus, das ab dem Sommer dann auch im Bereich des Altbaus komplett fertig gestellt sein soll. Im Rahmen des Tages der Städtebauförderung tourte die Bauministerin an Samstag durchs Land. Und kam so auch nach Gummersbach. Bürgermeister Frank Helmenstein berichtete den Festgästen von Scharrenbachs erstem Besuch als neue Bauministerin und einem Rundgang mit ihr über das Steinmüllergelände, der an der Vogtei geendet habe, die sich in einem jämmerlichen Zustand befunden habe.

Scharrenbach sicherte damals ihre finanzielle Unterstützung für eine Revitalisierung zu. Am Samstag konnte sie sich anschauen, was aus den 7,7 Millionen Euro Landesmitteln gemacht wurde. Dem Team im Rathaus und der Mannschaft in der Entwicklungsgesellschaft um die Geschäftsführer Jürgen Hefner und Frédéric Ripperger dankte die Ministerin dafür, aus der Vergangenheit Zukunft gemacht zu haben. Gebäude wie die der Vogtei würden dazu einladen.

Blick auf eine Männergruppe mit Frau in der Mitte

Empfangen wurde die Ministerin am Samstag von der Gummersbacher Stadtspitze um Bürgermeister Frank Helmenstein, Landrat Jochen Hagt und Oberbergs Landtagsabgeordnetem Christian Berger.

Im Jahr 2011 habe der Weg mit dem Kauf der Vogtei begonnen, diese Schritte zu gehen. Bei einem Rundgang wollte Scharrenbach, die sich zudem in das Goldene Buch der Kreisstadt eintrug, wissen, was Gummersbach als nächstes in Angriff nehmen werde. Baudezernent Jürgen Hefner berichtete, dass aktuell mit dem Umbau von Teilen des Karstadt-Warenhauses in eine moderne Bücherei begonnen worden sei. Auch dieses Projekt ließ sich die Ministerin im Detail erklären.

Weiter im Programm ging es am frühen Abend. Es war am Samstag noch nicht ganz 18 Uhr, da strömten die Menschen bereits in die kernsanierte Gummersbacher Vogtei. Das Warten darauf, endlich einen Blick hinter das historische Gemäuer aus dem Jahr 1700 werfen zu dürfen, hatte endlich ein Ende. Einige hundert Besucher dürften es am Ende gewesen sein, die in der „Guten Stube“ oder dem „Raum der Stadtgeschichte“ mit großem Interesse die großen Infotafeln lasen oder an einem großen Multi-touch-Display viel Wissenswertes rund um die Historie der Kreisstadt erfahren konnten.

Zu sehen sind Menschen, die sich in einem Ausstellungsraum informieren.

Für viele Gummersbacher war es der allererste Besuch in der 1700 erbauten Vogtei.

Da störte es auch nicht, dass der Altbau noch nicht ganz fertig war. Für viele Gummersbacher war es das „erste Mal“ in der Vogtei. Bis zum Jahr 2011 hatte das historische Gemäuer der Familie Linden gehört. Nur wer Dr. Linden vor Jahrzehnten als Hausarzt hatte, kam in die Vogtei. Und das auch nur ins Erdgeschoss. Dann kaufte das Gebäude die städtische Entwicklungsgesellschaft und der Weg für ein öffentliches Gebäude und einen hochmodernen Anbau mit einem Gesamtinvest von 11 Millionen Euro war geebnet.

Jetzt ist die Vogtei ein öffentliches Bürgerhaus. Eine Besucherin schilderte, dass für sie die Vogtei immer „mystisch“ gewesen sei. Sie war am Samstag zum ersten Mal hinter den historischen Mauern, die von dem Vogt Pollmann errichtet und im Jahr 1700 bezogen worden waren. Mitarbeiter der Entwicklungsgesellschaft beantworteten viele Fragen. Das Kunstforum Gummersbach nutzte am Samstag das Pre-Opening für eine Ausstellung in der Vogtei. Die Räume, damals noch eine Baustelle, waren bereits in der Vergangenheit genutzt worden.

Die Jahresgaben des Kunstforums wurden ebenfalls präsentiert und konnten von Mitgliedern und allen anderen Interessierten erworben werden. In diesem Jahr wurden zwei Arbeiten von Tina Stolt angeboten. Die Gummersbacherin und Absolventin des Gymnasiums Moltkestraße ist heute Professorin der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau, wie ihr damaliger Kunstlehrer Peter Leidig am Samstag berichtet. Leidig kündigte für das kommende Jahr eine große Ausstellung von Stolt in Gummersbach an.

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