Der VfL Gummersbach erwartet den Tabellenvorletzten am Samstagabend in der Schwalbe-Arena
Handball-BundesligaVfL Gummersbach möchte gegen Wetzlar die Siegesserie ausbauen

Kay Smits, hier gegen Philipp Ahouansou, und seine Mannschaftskollegen setzten sich in einer kämpferischen Partie im Hinspiel erst in der Schlussphase durch.
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Auf dem Papier gibt es keine Zweifel, wer am heutigen Samstag die Gummersbacher Schwalbe-Arena als Sieger verlässt: Da ist Gastgeber VfL Gummersbach, der im Moment so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Handball-Bundesliga ist, auf Platz vier in der Tabelle steht und den zehnten Sieg in Folge anpeilt. Auf der anderen Seite die HSG Wetzlar, die Mitte der Hinrunde schon auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist und als Tabellenvorletzter nach Gummersbach kommt. Anpfiff der Partie in der Schwalbe-Arena ist um 20 Uhr.
Trainer Momir Ilic, der 2009 als Spieler mit dem VfL Gummersbach den EHF-Pokal gewonnen hat, trat im Dezember bei der HSG Wetzlar zurück. Für ihn kam Runar Sigtryggsson, doch einen entscheidenden Schritt weg von den Abstiegsplätzen machten die Mittelhessen nicht.
Es ist nicht unsere Lieblingsübung gegen Abstiegskandidaten zu spielen
Auch wenn sie gegen die direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg punkteten. Mit 33:31 gewannen sie zuletzt bei GWD Minden und trennten sich mit 26:26 vom Tabellenletzten SC DHfK Leipzig. Dazu kam an Gründonnerstag ein 31:31 gegen den TVB Stuttgart. Selbstvertrauen zieht Wetzlar zudem aus dem Hinspiel gegen den VfL, das lange umkämpft war und in dem sich die Gummersbacher erst in der Schlussphase zum 31:29 (14:14)-Sieg absetzen konnten.
Auch wenn alles für die Gummersbacher spricht, so einfach sei die Aufgabe nicht. „Es ist nicht unsere Lieblingsübung gegen Abstiegskandidaten zu spielen“, sagt VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. Die Teams, die gegen den Abstieg spielen, kämpften extra und stünden mehr unter Druck. Er macht aber auch keinen Hehl daraus, dass sein Team den Lauf von neun Siegen in Folge vor heimischen Publikum weiterführen möchte. Ehe es am Donnerstag beim Tabellenletzten Leipzig im Nachholspiel erneut gegen einen Abstiegskandidaten geht.
VfL Gummersbach hat eine Krankheitswelle hinter sich
Eine Krankheitswelle haben die Gummersbacher hinter sich gelassen, doch erst am Donnerstag waren alle Handballer wieder im Training. Bereits am Gründonnerstag beim 39:30-Erfolg im Derby gegen den Bergischen HC konnten Tilen Kodrin (Magen-Darm), Kristjan Horzen (Rückenprobleme) und Mathis Häseler, der sich gegen Hannover am Fuß verletzt hatte, nicht spielen. Anschließend breitete sich eine Krankheitswelle (Magen-Darm) in der Mannschaft aus, die über die drei freien Tage an Ostern hinaus anhielt. „Jetzt sind alle wieder fit“, sagt Sigurdsson.
„Die Jungs waren cool und haben die Partie heruntergespielt“, blickt er zufrieden auf das Spiel gegen den Bergischen HC. Da hatte neben Kapitän Julian Köster vor allem der Rückraum mit Ludvig Hallbäck und Kay Smits überzeugt.
Die HSG Wetzlar sieht Sigurdsson auf dem Weg der Besserung und nennt dabei die vergangenen beiden Spiele gegen Minden und Stuttgart, in denen die Gäste ein ganz anderes Auftreten gezeigt hätten. Etwas, das auch die Verantwortlichen der HSG Wetzlar ins Feld führen. Wetzlar habe sehr gute Leute im Kader, erklärt der Gummersbacher Trainer.
Mit Dominik Mappes, dem Dreh- und Angelpunkt des Wetzlar-Spiels, kennt er einen aus gemeinsamen VfL-Zeiten besonders gut. „Dominik ist ein genialer Spieler.“ Dazu kommt seit Februar Torhüter Andreas Palicka. Der 39-jährige schwedische Nationaltorhüter wurde kurzfristig verpflichtet, ehe er im Sommer zu den Füchsen Berlin wechselt. Noch ist Palicka aber hinter den Erwartungen der Wetzlarer zurückgeblieben.
Von seinem Team fordert Sigurdsson dieselbe Effektivität wie zuletzt gegen den Bergischen HC und den TSV Hannover-Burgdorf, sowie eine gute Torhüterleistung.
