Der VfL Gummersbach gastiert bei der MT Melsungen und kann mit einem Sieg auf Platz vier vorrücken.
Handball-BundesligaVfL Gummersbach will in Kassel Siegesserie ausbauen

Nach dem 29:28-Sieg im Hinspiel trifft der VfL am Freitag erneut auf die Nordhessen und will die Siegesserie in der Bundesliga fortsetzen.
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Der VfL Gummersbach kann mit viel Selbstvertrauen in das Auswärtsspiel der Handball-Bundesliga bei der MT Melsungen gehen. Vier Siege in vier Spielen in diesem Jahr und zuletzt sechs Bundesliga-Erfolge in Serie sprechen für die starke Form der Oberberger. Am morgigen Freitag wartet in Kassel die nächste Aufgabe. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 20 Uhr.
Simic zurück, Melsungen wieder stabiler
Das Hinspiel gegen die MT hatten die Gummersbacher mit 29:28 für sich entschieden. Damals fehlte Melsungen am Ende nicht nur ein Tor, sondern wenig später auch für lange Zeit Torhüter Nebojsa Simic, der sich im Duell mit dem VfL schwer verletzt hatte. Inzwischen ist der montenegrinische Top-Torwart wieder zurück.
VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson erwartet deshalb einen Gegner, der defensiv und im Rückraum große Qualität mitbringt. „Was sie haben, ist eine der besten Abwehren in der Bundesliga. Und dann natürlich Simic im Tor, der wieder in einer guten Form ist“, sagt der Isländer. Dazu komme die Wucht aus dem Rückraum. „An einem guten Tag haben sie mit Dainis Kristopans einen der besten Spieler der Welt, er ist kaum zu stoppen.“
Wiedersehen mit verändertem Gegner
Sollte mit Erik Balenciaga ein weiterer wichtiger Spieler nach seiner Verletzung zurückkehren, würde das dem Angriff der Nordhessen zusätzliche Qualität geben. Auch Aaron Mensing, der nach rund einjähriger Verletzungspause wieder zur Verfügung steht, ist für den VfL-Trainer ein Faktor. In dessen Abschlussstärke sieht Gudjon Valur Sigurdsson eine zusätzliche Qualität im Melsunger Angriff und zieht dabei einen Vergleich zum Gummersbacher Rückraumspieler Miro Schluroff.
Für Sigurdsson ist deshalb klar, dass den VfL in Kassel eine andere Aufgabe erwartet als zuletzt gegen Lemgo. Den jüngsten Erfolg gegen den TBV ordnet der Isländer als hart erarbeiteten Sieg ein: „Das Spiel gegen Lemgo war ein sehr kampfbetontes Spiel, unfassbar viele Freiwürfe, man musste mental frisch sein.“ Der knappe 28:27-Erfolg habe der Mannschaft zwar gutgetan, für das Spiel in Kassel sei er aber nur eingeschränkt ein Maßstab.
Entscheidend werde sein, die Kontrolle zu behalten. „Es kommt darauf an, dass wir in den entscheidenden Momenten da sind, dass wir wach und vor allem effektiv sind“, sagt Sigurdsson. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die Fehlerquote. „Wenn wir es schaffen, zwischen sechs und zehn technischen Fehlern zu bleiben, ist das nicht schlecht.“
Personell kann der VfL-Trainer aus dem Vollen schöpfen. Alle Spieler stehen für die Partie am Freitag zur Verfügung. Mit einem Sieg würden die Gummersbacher vor der Länderspielpause noch auf den vierten Tabellenplatz vorrücken.

