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Kostenfalle HandyOberbergs Politik würde gerne eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale haben

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Die Verträge für Mobiltelefone können für die Verbraucher bisweilen ungeahnte Kosten verursachen. Dann ist guter Rat teuer. 

Die Verbraucherzentrale kommt aber nur nach Oberberg, wenn sich der Kreis zur Hälfte an den Kosten beteiligt. 

Vermeintlich lukrative Handyverträge, die sich als Kostenfalle entpuppen, oder Lockangebote für Gas oder Strom, die am Ende nicht das halten, was sie versprochen haben, werden immer mehr und für den Verbraucher zu einer vertrackten Situation, aus der er ohne fremde Hilfe oftmals nicht mehr rauskommt. Aber für die fehlt es in Form eines Anwalts oftmals am Geld. Und hier kommt die Verbraucherzentrale ins Spiel. Ihre Experten kümmern sich, wenn das Kind in den berühmten Brunnen gefallen ist. So weit die Theorie. In der Praxis sieht es im Oberbergischen Kreis anders aus. Weil der Oberbergische Kreis und die Verbraucherschützer keinen entsprechenden Vertrag haben, gibt es auch keine Rechtsberatung und Hilfestellung. Auch nicht in Bergisch Gladbach, wo die nächste Anlaufstelle wäre. Wer aus Oberberg kommt, muss aus besagten Gründen abgewiesen werden.

Zustimmung ist von der Haushaltslage abhängig

Dieses Beratungsangebot bietet die Verbraucherzentrale NRW nur an solchen Beratungsstandorten an, die sich an deren Betrieb im Umfang von 50 Prozent der Gesamtkosten finanziell beteiligen und eine mehrjährige vertragliche Vereinbarung mit der Verbraucherzentrale NRW abschließen. Doch genau hier drückt der Schuh in Zeiten leerer Kassen. Die Politik würde zwar gerne mit der Verbraucherzentrale einen entsprechenden Vertrag unterzeichnen, das Okay kann der Kreistag aber erst geben, wenn er im vierten Quartal den kommenden Haushalt beraten hat. Inzwischen liegt im Kreishaus ein neues Angebotskonzept für den Oberbergischen Kreis vor, das auf den Aufbau einer externen kostenintensiven Beratungsstelleninfrastruktur verzichtet und von der Nutzbarkeit kreiseigener Räumlichkeiten in moderatem Umfang ausgeht.

as Angebot setzt auf einen großen Teil digitaler Arbeitsweise, schließt aber Präsenztermine nicht aus. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Verbraucherfragen stellte Marle Kopf, Regionalleiterin der Verbraucherzentrale NRW, das Angebot und die Vorteile für den Kreis vor. Mit Ausnahme von Oberberg sowie den Kreisen Heinsberg und Viersen sind die Verbraucherschützer in allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten, wie Kopf erläuterte. „Wir sind auf die Fragen des Alltags spezialisiert“, beschrieb sie ihre Rolle. Anwälte würden sich mit solchen Streitfällen oftmals gar nicht mehr abgeben mit Blick auf den geringen Streitwert. „Wir aber haben die direkten Ansprechpartner und klären so die Sachverhalte.“

abei würde die Verbraucherzentrale mit den Kommunen vor Ort zusammenarbeiten. „Wir arbeiten der Schuldnerberatung zu“, so Kopf und erläuterte, dass ihre Institution über Experten in den Sparten Recht, Gesundheit, Umweltschutz und Klimaschutz an Bord habe. Kunden, die ein Hilfegesuch hätten, seien eher schon etwas älter, sagt die Regionalleiterin. Eine Beratung betroffener Menschen sei aber erst dann möglich, wenn ein Kreis die Hälfte einer Einrichtung vor Ort übernehme. Dann sei auch denkbar, dass sich beispielsweise Bewohner des Nordkreises an Beratungsstellen wie die in Remscheid wenden würden. Die jährlichen, anteiligen Kosten für den Kreis bezifferte sie auf 130.000 Euro. Hinzu kämen Kosten für die Erstausstattung der Räume. Die Räume selbst, das wurde bei der Sitzung deutlich, kann der Kreis der Verbraucherzentrale für dessen Beratungen zur Verfügung stellen.