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Nach Erdbeben in der TürkeiLaster mit Hilfgsgütern aus Gummersbach ist angekommen

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Hilfstransport aus Gummersbach ist in der Türkei angekommen.

Der am Mittwoch in Vollmerhausen gestartete Laste ist inzwischen im Krisengebiet angekommen.

Oberberg unterstützt die Krisengebiete in der Türkei nach dem Erdbeben dort.

Nach der Erdbebenkatastrophe in der Türkei sind auch in Oberberg zahlreiche Hilfsaktionen gestartet. So auch am vergangenen Mittwoch in Gummersbach-Vollmerhausen, dort wurden binnen weniger Stunden warme Kleidung, Decken und sonstige Hilfsgüter in einen großen Lastwagen geladen.

Unterschiedliche Erfahrungen

Während andernorts Skepsis hinsichtlich der Hilfstransporte geäußert wurde mit der Sorge, dass diese nicht am Ziel ankämen, hat der Laster aus Vollmerhausen seinen Bestimmungsort bereits erreicht, wie Firad Uylas, einer Initiatoren, berichtet, er hat auch ein Bild parat. Andere Erfahrungen hat unterdessen ein Waldbröler Friseur gemacht, der in seinem Salon zu Spenden aufgerufen und eine eigene Hilfsaktion gestartet hat.

Furcht vor Repressalien

Aus Furcht vor Repressalien gegen seine Familie möchte der 38-Jährige seinen Namen nicht in der Zeitung lesen. „Unsere zwölf Kartons mit Kleidung, Decken und Kissen wurden an der Grenze zur Türkei abgewiesen“, sagt er. „Es wurde gesagt, nur noch Zelte dürften geliefert werden. Es ist eine Katastrophe, was die türkische Regierung da macht.“ Seine Heimatstadt sei Kahramanmaraş, eine der am stärksten betroffenen Städte. „Im weiteren Bekanntenkreis gibt es Verletzte und auch Tote“, schildert der Mann. „Und die Überlebenden brauchen wirklich jede Hilfe von uns – und auch jedes Stück Kleidung.“

Spendenzusage vom Bürgermeister

Derweil äußert sich Recep Özgül, Vorstandsmitglied der Bergneustädter Moscheegemeinde, erfreut über einen Besuch und die Anteilnahme von Bergneustadts Bürgermeister Matthias Thul und Frank Ludwig, dem Vorstandsvorsitzenden der Jägerhof-Genossenschaft. „Wir sind Herrn Thul, besonders für die Spendenzusage dankbar und auch dafür, dass unser Spendenaufruf durch seine Person in den sozialen Netzwerken geteilt wurde. Die Rede vor dem Freitagsgebet an die Gläubigen war rührend, emotional und beeindruckend. Nach dem Freitagsgebet wurde unser Bürgermeister von vielen Mitgliedern umkreist und herzlichst begrüßt“, führt Özgül aus.