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„Meine besondere Begegnung“21 Jahre lang gehörte Kater Mucki zu Gummersbacher Familie

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Große Tierliebe: Bis zu seinem Tod habe Kater Mucki sie geprägt, sagt Beate Chmiela.

Gummersbach – Kater Mucki, ein europäischer Kurzhaar, war für die Eheleute Beate Chmiela und Peter Müller mehr als nur ein geliebtes Haustier. 21 Jahre lang war er ein Familienmitglied, der seine „Dosenöffner“ auf Trab hielt. Die erste Begegnung mit dem damals einjährigen Kater wird Beate Chmiela niemals vergessen.

Sie erinnert sich: „Meine Mutter und ich hatten uns von unserer betagten Katzendame Minka verabschieden müssen. Aber nur zwei Tage später saß vor der Treppe zu unserem Haus ein Kater, der mich mit seinen großen grünen Augen anschaute.“

Alle Katzennamen mit einem „i“ ausprobiert

Da es draußen sehr kalt war und Katzen schon immer zum Leben von Mutter und Tochter gehörten, fiel die Entscheidung nicht schwer. Versorgt mit Futter aus Minkas „Nachlass“, übernachtete der Kater anfangs im Carport. Von den Nachbarn liebevoll „Kakao“ getauft – wegen zweier brauner Flecken links und rechts der Nase, die den Eindruck erweckten, er hätte sich an einem Gläschen der süßen Köstlichkeit gütig getan – schien der Kater aber nirgends in der näheren Umgebung des Ehepaares in Vollmerhausen vermisst zu werden.

Bis heute wissen die Chmielas nicht, woher Mucki plötzlich kam und warum er sich ausgerechnet ihr Haus ausgesucht hatte. „Ich musste dann irgendwie heraus finden, ob er vielleicht schon einen Namen hatte. Er war sehr zutraulich und schien zuvor ein Zuhause gehabt zu haben. Also habe ich alle möglichen Namen mit einem ,i' am Ende versucht. Bei Mucki schien er aufzuhorchen. Von da an hieß er Mucki“, blickt Beate Chmiela lächelnd zurück.

Lieblingsplatz war die Fensterbank im Wohnzimmer

Ein paar Tage dauerte es, dann war Mucki aus dem Carport in das Haus umgezogen und eroberte nach und nach die Räume im Unter- und Obergeschoss. Mit viel Grundstück um das Einfamilienhaus herum gab es für den neugierigen Kater auch vieles zu entdecken. Besonders der Teich vor dem Haus bot Mucki sonnige und schattige Plätze zum Schlafen.

Sein Lieblingsplatz aber war vor allem die Fensterbank im Wohnzimmer mit Blick auf den Garten. „Mein Mann hat ihm dann kurzerhand ein Bettchen gebaut. Dort saß er manchmal stundenlang, mit den Vorderpfoten auf der Fensterbank und beobachtete das Geschehen in seinem Garten.“ Hin und wieder kamen auch andere Katzen auf Stippvisite vorbei, denen machte Mucki aber recht schnell klar, dass dies sein Revier ist.

Mucki war glücklich, wenn das ganze Rudel zu Hause war

Wenn aber Nachbars Grill angezündet wurde, konnte Beate Chmiela nur noch einen Strich erkennen, so schnell sei Mucki zum Nachbarn geflitzt –in der Hoffnung, etwas Fleisch zu ergattern. „Er setzte sich dann vor den Grill und wartete so lange, bis ihm etwas abgegeben wurde. Da er eigentlich immer eine Kleinigkeit bekam, konnte ich mir dann das Füttern für den Tag sparen. Er war ja satt“, sagt die 64 Jahre alte Rentnerin und lacht.

Obwohl Mucki sie zu seiner Hauptbezugsperson erkoren hatte, war er erst zufrieden und glücklich, wenn alle „Rudelmitglieder“ im Hause waren. „Wenn wir von der Arbeit kamen ging Mucki erst rein, wenn auch ich wieder zu Hause war. Er hat dann immer auf mich gewartet“, erzählt der 87 Jahre alte, ehemalige Berufsfeuerwehrmann und Leiter der Hauptamtlichen Wache in Gummersbach.

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Um so schwerer fiel es dem Ehepaar, Mucki gehen zu lassen. Mitte Mai dieses Jahres musste er 22-jährig eingeschläfert werden. „In den letzten zwei Jahren wurde er immer ruhiger“, erinnert sich Beate Chmiela. „In Menschenjahren gerechnet war er mehr als 100 Jahre alt. Seit meiner Kindheit hatten wir immer Katzen im Haushalt und auch Minka hatte mich und meine Mutter 20 Jahre lang begleitet.“

Aber Mucki sei eben ein ganz besonderer kleiner Kerl gewesen: „Und weil er mich mit seiner Art unglaublich geprägt hat, ist diese erste Begegnung mit ihm im Winter vor 21 Jahren meine ganz besondere Begegnung.“