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Mit dem 102. SchussStefan Wenzel ist der neue Gummersbacher Schützenkönig

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Der neue Gummersbacher Schützenkönig.

Stefan Wenzel regiert nun das Gummersbacher Schützenvolk.

Der Gummersbacher Schützenverein hat einen neuen König: Stefan Wenzel wird gemeinsam mit Marion Gollan regieren.

Der Gummersbacher Schützenverein hat einen neuen Schützenkönig. Stefan Wenzel (62) hat am Montagnachmittag auf dem Steinmüllergelände den alles entscheidenden Schuss auf den Holzadler abgegeben. 70 Schuss Kleinkaliber und 32 Schuss Königspatrone brauchte es, ehe der Adler sich gen Boden neigte. Und das unter dem Jubel der erneut zahlreichen Besucher im Stadtgarten, die dort einen tollen Nachmittag verbrachten.

Mit diesem Blattschuss sicherte sich der geschäftsführende Gesellschafter der Stewe Dienstleistungen GmbH für ein Jahr die Königskette des größten Schützenvereins im Oberbergischen. An seiner Seite wird Marion Gollan regieren. Am Abend wurden die beiden vor dem Restaurant 32 Süd gekrönt.

Ein Dutzend Bewerber am Kleinkaliber

Ehe die Schützenbrüder Holger Jahn und Marc Schröder den neuen König auf die Schultern hievten, gab es einen durchaus spannenden Schießwettbewerb. Knapp ein Dutzend ernsthafter und nicht ganz so ernsthafter Aspiranten traten noch bei Kleinkaliber an die Waffe. Als diese nach 70 Schuss umgespannt wurde und die Jagdflinte zum Einsatz kam, trennten sich auch Spreu von Weizen. Mit Stefan Wenzel, Brauhauschef Andreas Linneboden, Julius Brüning und Lucas Brüning lieferte sich nun ein Quartett einen Kampf, ehe Lucas Brüning bei Zeiten den Ring verließ.

Das Trio Wenzel, Linneboden, Brüning schenkte sich nichts. Und als sich dann der Vogel dem Anschein nach gespalten hatte, war es nur eine Frage der Zeit, bis das hölzerne Tier den Garaus gemacht bekam. Stefan Wenzel war die Freude über den Königsschuss anzumerken. Immer wieder hatte er in den vergangenen Jahren mit angelegt, wenn der neue König ermittelt wurde. Doch Wenzel musste immer wieder mit ansehen, wie andere Schützenbrüder gekrönt wurden.

Christoph Bersch (M.) mit Peter Rothausen (r.) und Andreas Rostalski (l.).

Christoph Bersch (M.) mit Peter Rothausen (r.) und Andreas Rostalski (l.).

Anders am Montagabend. Diesmal ging für den Unternehmer ein lange gehegter Traum endlich in Erfüllung. Die beiden Mitstreiter zeigten sich derweil als gute Verlierer und gratulierten der neuen Majestät zum Erfolg. Andreas Linneboden hätte auch zu gerne getroffen. Immerhin besteht sein Brauhaus im kommenden Jahr bereits seit 25 Jahren, so dass Königstitel und Jubiläum aus seiner Sicht eine Runde Sache hätten werden können, wie er meinte. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Auch Linneboden will es seit Jahren wissen.

Vor dem Vogelschießen hatten sich die Titelaspiranten beim traditionellen Frühschoppen ordentlich mit Zielwasser versorgt, oder vielleicht auch Mut angetrunken. Während der reinen Männerrunde konnte der Verein auch Kreisdechant Christoph Bersch als neues Mitglied begrüßen. Und als hätte man es inszeniert: der karnevalsbegeisterte Pastor ist das 1111. Mitglied des Vereins.

Die obligatorische Mützentaufe übernahm Andreas Brensing.   Der Pastor hatte sich dem langjährigen Caritasdirektor Peter Rothausen und dessen Nachfolger Andreas Rostalski, selbst ein Grünrockträger, in der Halle 32 angeschlossen.