Eine große Erweiterung der Schwalbe-Arena wird es nicht geben. Was kommt, sind kleine, so genannte „Quality-Flächen“.
Schwalbe-ArenaMehr Business-Plätze beim VfL Gummersbach

Mit 4132 Plätzen ist die Schwalbe-Arena bei den Spielen des VfL Gummersbach immer ausverkauft.
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Die Handballer des VfL Gummersbach würden ihren Fans in der ständig ausverkauften Schwalbe-Arena gerne mehr Platz bzw. mehr Tickets anbieten können, um so am Ende auch mehr Umsatz zu machen. Doch die baulichen Möglichkeiten sind begrenzt. Eher kleinere Veränderungen soll es nun zur kommenden Saison geben, wie Harald Kawczyk, Geschäftsführer der Arena Gummersbach GmbH, im Gespräch mit dieser Zeitung sagt. Wie berichtet hatte sich VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler an die Stadt gewandt mit der Bitte, zu prüfen, ob und um wie viele Plätze die Arena erweitert werden kann. Der Erste und Technische Beigeordnete Jürgen Hefner hatte daraufhin im Januar das Düsseldorfer Architekturbüro eingeschaltet, das seinerzeit am Bau der Arena beteiligt war.
Detaillierte Prüfung sollte 80.000 Euro kosten - darauf hat man verzichtet
Für eine detaillierte Prüfung wollte das aber 80.000 Euro haben, wie Kawczyk bestätigte. Dabei war schon im Januar klar, dass ein Eingriff in die Gebäudehülle technisch nicht machbar sein würde, so dass man darauf verzichtete. Also setzte man sich mit dem VfL zusammen, um auszuloten, was die Handballer wollen und was davon tatsächlich möglich ist. So viel vorweg: Zahlreiche zusätzliche Plätze wird es nicht geben. Dafür aber weitere sogenannte „Quality-Flächen“. Also höherpreisige Bereiche innerhalb der Halle, wo man einerseits das Spiel verfolgen kann und gleichzeitig gegen einen entsprechenden Mehrpreis bewirtet wird. Im Grunde also Mini-Vip-Bereiche. Der sogenannte Stammtisch im Norden der Halle ist beispielsweise ein solcher Bereich.
In der Summe geht es um fünf zusätzliche Flächen mit diesem Konzept, die jeweils für zwölf Fans gedacht sind. Die Pläne dafür sind laut Auskunft des Geschäftsführers nahezu fertig. Was noch fehlt, ist das Brandschutzgutachten. Die Kosten für die Umgestaltung wollen sich die Arena Gummersbach GmbH und der VfL teilen.
Weiterer Platz soll in den sieben Logen der Halle geschaffen werden. Aus aktuell zwölf Plätzen sollen 20 werden, ohne dass sich baulich etwas verändern würde. Voraussetzung für eine Realisierung sei aber, dass die 56 zusätzlichen Plätze mit den vorhandenen Fluchttreppen in Einklang zu bringen sind, sagt Kawczyk. Ziel ist es, dass der VfL dieses zusätzliche Angebot bereits für die kommende Saison vermarkten kann. Nicht ganz so schnell umsetzen lässt sich derweil der dritte angedachte Schritt, der dann eine, wenn auch kleine Erhöhung der Zuschauerzahlen im Bestand zum Ziel hat. Auf der To-do-Liste der zweiten Jahreshälfte stehen daher Themen wie eine Entfluchtungssimulation, ein abermals angepasstes Brandschutzkonzept, die Überprüfung der Lüftung für mehr Menschen und das Thema Parkplätze.
