Wir haben uns in der Gummersbacher Innenstadt umgehört und einige Stimmen zu Neujahresvorsätzen eingefangen und aufgeschrieben.
UmfrageWelche Vorsätze haben die Oberbergerinnen und Oberberger fürs neue Jahr?

Vielerorts wurde das neue Jahr in Oberberg mit Feuerwerk begrüßt – so wie hier in Reichshof-Wildberg durch Pyrotechniker René Bolduan.
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Neues Jahr, neue Vorsätze? Zum Jahreswechsel nehmen sich viele Menschen – auch im Oberbergischen – Zeit, um zurückzublicken und um nach vorne zu schauen. Manche haben ganz konkrete Pläne und Ziele, die sie im neuen Jahr erreichen wollen, andere leben lieber spontan – und wieder andere finden, dass es keinen Jahreswechsel braucht, um etwas zu verändern oder mit etwas Neuem anzufangen.
Wir haben uns in der Gummersbacher Innenstadt umgehört und einige Stimmen zu Neujahresvorsätzen eingefangen und aufgeschrieben.
Julien Dalchow (25) aus Bergneustadt

Mehr Zeit mit der Familie möchte Julien Dalchow verbringen.
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Der 25-jährige Bergneustädter hat eine eineinhalbjährige Tochter und wird 2026 zum zweiten Mal Vater. Sein wichtigster Vorsatz ist deshalb: „Ich möchte Zeit mit der Familie verbringen und für meine Kinder da sein.“ Eigene Wünsche, wie ein neues Auto oder ausgedehnte Reisen, stellt er aktuell zurück. „Dafür habe ich zwar in den vergangenen Jahren immer gespart, aber seitdem ich Vater bin, hat sich mein Leben stark verändert“, sagt Dachlow – vieles lasse sich ohnehin nicht langfristig planen.
Sonja Danielak (75) aus Gummersbach

Gesundheit ist und bleibt für Sonja Danielak am wichtigsten.
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Für Sonja Danielak steht auch im neuen Jahr vor allem eines im Vordergrund: „Gesundheit, Gesundheit und noch einmal Gesundheit.“ Auch Frieden ist für sie ein großer Wunsch. Konkrete Vorsätze fasst sie jedoch selten. Sie selbst beschreibt sich als spontan und sagt: „Ich brauche keinen Jahreswechsel, um etwas zu verändern.“ Früher sei das jedoch anders gewesen. Sonja Danielak stammt ursprünglich aus Schlesien und lebt heute in Gummersbach.
Chiara Waltereit (21) aus Gummersbach

Ein „Vision-Board“ hat Chiara Waltereit für das neue Jahr gestaltet.
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Auf die Frage nach ihren Vorsätzen antwortet auch Chiara Waltereit: „Das Übliche.“ Dazu zählt für sie vor allem Zeit mit der Familie. Ihr „Vision-Board“, also ihre auf kreative Weise zusammengestellten Visionen für das neue Jahr, erstellt sie digital auf dem Tablet. Das fertige Bild nutzt sie dann als Hintergrund. „Das sehe ich dann jedes Mal, wenn ich mein Tablett benutze und erinnere mich daran.“ Für die junge Gummersbacherin sind die gesammelten Visionen Motivation und Rückblick zugleich, um sich selbst zu reflektieren.
Nicole Kliewer (31) aus Engelskirchen

Veränderungen sind jederzeit möglich, meint Nicole Kliewer.
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Für Nicole Kliewer ist klar: Veränderungen sind jederzeit möglich. „Man kann immer etwas ändern, egal ob ein neues Jahr beginnt oder nicht“, sagt die 31-Jährige. Grundsätzlich sei sie kein Fan von Vorsätzen, habe sich für das kommende Jahr aber bewusst vorgenommen, sich mehr Zeit für sich selbst zu nehmen. Beim Einkaufen mit Paketen unterm Arm – so wie an diesem Tag – werde für sie deutlich, wie wenig Zeit im Alltag oft bleibe.
Torsten Ley (61) aus Gummersbach

Zwölf Kilo abnehmen möchte Torsten Ley im neuen Jahr.
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Für 2026 hat Torsten Ley ein klares Ziel: zwölf Kilo abnehmen. Anlass ist die bevorstehende Hochzeit seines Sohnes, berichtet er. Außerdem möchte er an seinem geschäftlichen Erfolg arbeiten. „Einer muss ja die Hochzeit bezahlen“, sagt er lachend. Für Torsten Ley ist der Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt, „um auf die Reset-Taste zu drücken“, wie er es ausdrückt. „Besonders im beruflichen Bereich.“ Im vergangenen Jahr habe er keine konkreten Ziele gehabt, sei mit dem Jahr aber zufrieden gewesen.
Detlef Köhler (80) aus Gummersbach

106 Jahre alt werden und das Jahr 2050 erleben möchte Detlef Köhler.
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„Das Übliche“, sagt Detlef Köhler über seine Vorsätze: „Gesund bleiben, sich entsprechend ernähren und bewegen.“ Außerdem möchte er weiterhin Zeit für seine Freunde finden. Durch sein Engagement bei der Tafel sei er meist gut beschäftigt – und das solle auch so bleiben. Ähnliche Vorsätze habe er auch im vergangenen Jahr gehabt – mit gutem Erfolg. Sein langfristiges Ziel verfolgt der 80-Jährige aber schon seit vielen Jahren: Er möchte 106 Jahre alt werden, um das Jahr 2050 zu erleben.
Claudia Pütz (60) aus Gummersbach
Claudia Pütz hat sich für das kommende Jahr keine festen Vorsätze gesetzt. Auch die 60-Jährige braucht keinen Jahreswechsel, um Dinge zu verändern. Sie sagt: „Nach zwei erlittenen Schlaganfällen ist mein wichtigster Wunsch, gesund zu bleiben.“ Nach einer für sie entspannten Weihnachtszeit freut sich die Gummersbacherin auf das kommende Jahr.
Carina Berghoff (35) aus Gummersbach
Carina Berghoff möchte weiter abnehmen. Dieses Ziel hatte sie sich bereits im vergangenen Jahr vorgenommen, mit dem Verlauf ist sie zufrieden – auch wenn sie noch nicht dort ist, wo sie hin möchte. „Neues Jahr, neues Glück“, sagt die Gummersbacherin.
Waldemar Seel (68) aus Gummersbach

Mit Sorge auf die Politik blickt zurzeit Waldemar Seel.
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„Ich bin Rentner, was ich machen kann, mache ich für meine Familie“, sagt Waldemar Seel. In den vergangenen Jahre habe er sich Bewegung und Gewichtsabnahme vorgenommen, derzeit seien das aber nicht seine Vorsätze. Für ihn steht eher die politische Lage im Vordergrund. Angesichts steigender Preise könne man sich kaum noch etwas leisten. „Umso froher bin ich, dass ich wenigstens einmal im Jahr mit meiner Frau in den Urlaub fahren kann“, sagt er. Er wünschte sich, dass die Regierung mehr auf die Bürger achte und mehr für diese mache.
Luise Harms (23) aus Kierspe

2026 einen Kurs im Fitnessstudio besuchen möchte Luise Harms.
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Luise Harms hält ihre Vorsätze in einer Liste auf dem Handy fest. „Diese gerät dann zwar im Laufe des Jahres in Vergessenheit, doch wie auch im vergangenen Jahr stelle ich meist Ende des Jahres fest, dass ich einiges von meinen Vorsätzen geschafft habe.“ Für 2026 möchte sie mehr Zeit mit Freunden verbringen – „das ist mir ganz wichtig“. Außerdem plant Luise Harms, ihre Masterarbeit zu schreiben, sich stärker zu reflektieren und einen Kurs im Fitnessstudio zu besuchen. Gemeinsam mit Freunden hat auch Harms ein persönliches „Vision-Board“ gestaltet, um alle ihre Vorsätze bildlich festzuhalten. Auch wenn Vorsätze für die junge Frau teilweise Druck bedeuten, mache es ihr gleichzeitig Spaß, sich welche zu setzen, verrät sie.
