Ein Gutachter hat die Finanzen von Abo Energy geprüft und zieht ein positives Fazit. In Lindlar will man im Juni mit dem Tiefbau beginnen.
Abo EnergyGutachten hält oberbergischen Windpark-Bauer für sanierungsfähig

Die finanzielle Lage bei Abo Energy scheint stemmbar.
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Das Wiesbadener Windkraftunternehmen Abo Energy vermeldet positive Nachrichten. Danach liegt der Entwurf des Sanierungsgutachtens nun vor. Und es kommt zu dem vorläufigen Schluss, dass Abo Energy sanierungsfähig ist. Zuvor hatten mehrere Börsendienste übereinstimmend berichtet, ein unabhängiger Gutachter solle bis Ende Mai bestätigen, dass Abo Energy durchfinanziert ist.
Windparks an vier Standorten in Oberberg geplant
Bereits im März berichtete diese Zeitung, dass der Vorstand für das Vorjahr mit einem Verlust von 170 Millionen Euro rechnet – das wäre das erste Minus überhaupt in der Unternehmensgeschichte. Im Oberbergischen ist Abo Energy als Windpark-Projektierer bekannt, der Windräder auf dem Lindlarer Vogelberg, im Südwesten von Engelskirchen, nahe dem Biebersteiner Stausee in Reichshof sowie zwischen Lützinghausen und Strombach auf Gummersbacher Boden zu bauen beabsichtigt.
Das nun im Entwurf vorliegende Gutachten wertet die Unternehmensführung als „Meilenstein auf dem Pfad der Sanierung“. Ziel sei es jetzt, bis zum Ende der verlängerten Stillhaltevereinbarung mit den Gläubigern Ende Juli eine tragfähige Sanierungsfinanzierung zu erarbeiten, heißt es in einer Mitteilung.
Drei Windräder auf dem Lindlarer Vogelberg
Den größten Fortschritt in Sachen oberbergische Windparks gibt es bislang in Lindlar, oberhalb von Brochhagen – dort ist im Februar das Areal abgeholzt worden, auf dem demnächst drei Windräder aufgestellt werden sollen. Auf Nachfrage teilt Abo Energy mit, man wolle Mitte Juni mit den Tiefbauarbeiten beginnen, also dem Verbreitern des Weges von Oberhabbach hinauf auf den Vogelberg, den Fundamenten und dem Bau von Zwischenlagerflächen im Gelpetal.
Abo Energy teilt zudem mit, auf Grundlage des erwähnten Gutachtens weitere Gespräche mit den Finanzierungspartnern zu führen. Man sei zuversichtlich, dass die Sanierung gelingen werde und der Zeitplan zur Errichtung des Windparks Lindlar so umgesetzt werden könne, wie bislang vorgesehen.
