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Große Verärgerung UGG nennt Zahlen zum Glasfaserausbau in Marienheide

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Das Foto zeigt Glasfaserkabel.

Glasfaserkabel ermöglichen schneles Surfen im Internet.

Der Glasfaserausbau in Marienheide stockt. Im Rat nannte das Unternehmen Unsere Grüne Glasfaser jetzt konkrete Zahlen.

Schlechte Nachrichten für alle, die in Erlinghagen, Kotthausen, Schöneborn und Kalsbach leben. Anders als angekündigt, wird das Unternehmen „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) dort kein schnelles Internet ausbauen.

Und weil nach derzeitigen Sachstand hier auch kein anderes Unternehmen tätig werden will, wird es dort vorerst keine Glasfaser geben. In Müllenbach und Dannenberg – auch hier wollte die UGG ursprünglich ausbauen – ist jetzt die Telekom aktiv.

UGG gibt Rede und Antwort im Marienheider Rat

Am Dienstagabend war Ralf Stratmann, Expansionschef von UGG, zu Gast im Marienheider Rat, um dort Rede und Antwort zu stehen. Stratmann nannte konkrete Zahlen. Vom ursprünglichen Ziel, 5676 Haushalte auszubauen, hat sich die UGG verabschiedet. Bis jetzt habe man 1178 Haushalte angeschlossen – einige davon würden auch schon mit Highspeed surfen – bis Jahresende werde man 600 weitere Anschlüsse verlegen. Dann aber sei Schluss.

Im besonders interessanten Ortskern von Marienheide, wo auch die Telekom ausbaut, kam auch auf Druck der Gemeinde Marienheide eine Einigung zwischen den beiden Konkurrenten zustande. Stratmann erklärte, dass geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen – die Konkurrenz mit der Telekom – die UGG gewrungen hätten, das Ausbaugebiet zu verkleinern und einige Außenorte auszulassen. „Wir bauen eigenwirtschaftlich aus“, so Stratmann, „und ein doppelter Ausbau macht wirtschaftlich keinen Sinn“. Es käme ja auch niemand auf die Idee, Häuser an eine zweite Stromleitung anzuschließen, wenn dort schon eine Leitung liege.

Stratmann musste sich viel Kritik aus den Reihen der Politik und der Verwaltung anhören, nicht zuletzt über die Informationspolitik des Unternehmens. Bürgermeister Sebastian Heimes und Timo Fuchs (CDU) wollten wissen, ob es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch eine Chance für einen weiteren Ausbau gebe. „Wir haben viel Geld investiert, ich kann nichts versprechen“, sagte Stratmann. Aber er sagte zumindest zu, dass man dort noch einmal genauer hinschauen werde, wo in der Straße bereits Glasfaser verlegt worden sei.

Die SPD hatte sich in einer Anfrage nach dem aktuellen Stand beim Glasfaserausbau erkundigt und gefragt, ob es jetzt Gespräche mit anderen Anbietern gebe, um die betroffenen Straßen auszubauen. Solche Gespräche würden stattfinden, sagte Heimes. Unter anderem mit der Bergischen Energie- und Wasser GmbH (BEW) aus Wipperfürth, aber auch mit dem Kreis. Die Gemeinde selbst könne den Ausbau nicht stemmen, „das sind Millionenbeträge“, so Heimes.