Projekt in MarienheideIn Müllenbach sollen 40.000 neue Bäume gepflanzt werden

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Flächen wie diese in Müllenbach sollen aufgeforstet werden. Für das geplante Projekt werden aktuell noch Spender gesucht.

Müllenbach – 40.000 Bäume sollen schon bald in der Marienheider Ortschaft Müllenbach gepflanzt werden. Zumindest, wenn es nach dem Gemeinnützigen Verein Müllenbach geht. Das Projekt hat Andreas Kümmel, erster Vorsitzender des Vereins, im Marienheider Klima- und Umweltausschuss nun genauer vorgestellt.

Unter dem Slogan „Mein Baum – mein Müllenbach“ ist in der Ortschaft eine Baumpflanzaktion geplant, die sich an bereits bestehenden Projekten orientiert, die in Leipzig, Dresden und Husum umgesetzt wurden. Das Projekt ist das vierte dieser Art, begleitet durch eine freie Kooperation mit der gemeinnützigen Stiftung Wilderness International.

Gespräche mit der evangelischen Kirche

„Durch die extremen Kahlschläge unserer Wälder in den vergangenen Monaten haben wir es zu unserer Aufgabe gemacht, den heimischen Wald bei seiner Regeneration zu unterstützen“, erklärte Andreas Kümmel das Ziel. Gepflanzt werden soll zunächst auf drei potenziellen Flächen, die sich im Besitz der evangelischen Kirche Müllenbach befinden, welche das Projekt unterstützen möchte.

Erste Vorverhandlungen haben bereits stattgefunden und sollen konkretisiert werden. Auch weitere Eigentümer können ihre Flächen für das Projekt zur Verfügung stellen. Kommerzielle Flächen von Waldbauern seien laut Kümmel aber von dem Projekt ausgeschlossen.

Ab Oktober soll es schon losgehen

Ab Herbst sind die Pflanzaktionen geplant. Neben Bürgerinnen und Bürgern sollen Schulen und Unternehmen eingebunden werden, erläuterte Kümmel im Ausschuss weiter. Als Zeichen für das Engagement erhalten die Beteiligten ein Geo-Zertifikat.

Damit das Projekt im Oktober – so der sportliche Plan des Müllenbacher Vereins – an den Start gehen kann, sind Spenden notwendig. Kümmel rechnete vor: Damit ein Baum gepflanzt werden kann, werden drei Euro benötigt, für 40.000 Bäume müssten demnach 120.000 Euro aufgebracht werden. In dem Geld sind neben den Bäumen auch die Kosten für die Bodenvorbereitung, die Erstellung von Pflanzkonzepten, die Buchhaltung, Öffentlichkeitsarbeit, das Pflanzmaterial sowie die Organisation der Pflanzaktionen enthalten.

Gepflanzt werden Bäume mit Wurzelwerk

Gepflanzt werden sollen, je nach Bodenbeschaffenheit, ein bis zwei Jahre alte Bäume mit Wurzelwerk, die in Deutschland heimisch und für den jeweiligen Standort geeignet sind, erläuterte Kümmel und betonte: „Wir wollen weg vom Kiefernholz!“ Die Pflanzen sollen außerdem möglichst aus regionalen Forstbaumschulen bezogen werden.

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Baumpaten sollen sich um die gepflanzten Gehölze kümmern. Die Flächeneigentümer verpflichten sich zudem, die Bäume langfristig wachsen zu lassen. Das Projekt sei mit entsprechender Unterstützung und potenziellen Waldflächen auch auf ganz Marienheide erweiterbar. „Aber wir wollten erstmal irgendwo anfangen“, so Kümmel.

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