Medienkunst in OberbergLichtmalerei und Tanzperformance

Das Malen mit Licht ist nur eins von vielen Angeboten, die momentan im LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels über die Bühne gehen.
Copyright: Simon Leifeling/LVR
Engelskirchen – Noch bis Samstag steht das LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels in Engelskirchen ganz im Zeichen von Futur 21. Das ist das Medienkunstfestival, mit dem die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe gemeinsam den 75. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen feiern.
Kinder sollen mit Taschenlampen malen
Folgende Programmpunkte stehen noch an: Freitag, 18. März, 14 bis 16 Uhr, und noch mal am Samstag, 19. März, 11 bis 13 Uhr: „Malen mit Licht“, mit Tablets und Lichtpinseln gehen die Familien mit Kindern ab 5 Jahren auf Motivsuche.
„Mit Taschenlampen und bunten Aufsätzen oder blinkenden LED-Lämpchen erstellen sie ganz individuelle Lichtgemälde“, heißt es in der Ankündigung, „dabei leuchten sie sich selbst und die großen Exponate aus.“ Die kleinen Kunstwerke werden direkt ausgedruckt und als Erinnerung mitgenommen.
Unendliche Möglichkeiten für Kunst in der virtuellen Welt
Ebenfalls am Freitag, 16 bis 18 Uhr, gibt’s einen Schnupperworkshop für Jugendliche ab 13 Jahren zum Thema „Virtual Reality“. Nicht nur im Bereich der Computerspiele sei Virtual Reality die Zukunft, schreibt das Museum in seinem Programm. „Auch in professionellen Bereichen wie bei der Einarbeitung an Maschinen und Anlagen oder von Einrichtungshäusern wird die Technik eingesetzt. Und auch die Kunst nutzt diese virtuelle Welt mit ihren unendlichen Möglichkeiten.“
Eine „nachhaltige Weinverkostung“ steht am Freitag ab 19 Uhr im Kraftwerk Ermen & Engels auf dem Programm. „Biologischer Anbau und Ressourcenschonung spielen auch im Weinbau eine immer größere Rolle“, heißt es.
3D-Drucker in Aktion
Das beginne mit den „immer grüner werdenden Hängen und dem reduzierten Einsatz von Pestiziden“, gehe über die Nutzung von Schraub- statt Korkverschlüssen bis zum Transport. Unter fachkundiger Anleitung werden Weine probiert und es gibt Infos über den ökologischen Wandel im Weinanbau.
Am Samstag, 19. März, geht es von 11 bis 18 Uhr um den 3D-Druck. „Sie haben das Potenzial, industrielle Produktionsprozesse weitreichend zu verändern und das Fertigen von Teilen zu demokratisieren: 3D-Drucker bieten unendliche Möglichkeiten“, wirbt der LVR für diese Veranstaltung. Zu sehen ist u.a. ein 3D-Drucker in Aktion.
Spezielle Führung durch die Baumwollspinnerei
Um 15 Uhr beginnt am Samstag die Führung namens „Energie!“ Von der Baumwollspinnerei und -zwirnerei Ermen & Engels ist heute noch das historische Wasserkraftwerk erhalten. Bei der Führung wird erläutert, wie dort mit Wasser und Kohle Energie erzeugt wurde. Energie ist auch das Leitthema von Kasia Molgas Kunstwerk „Positively Charged: Heartbeats“.
Wie können wir zukünftig unseren Energiebedarf decken? Dabei bringt die Künstlerin ein altes Prinzip als Alternative ins Gespräch und fragt, ob das sogar mit unserem Körper und unter Einsatz von Muskelkraft für den kleinen Strombedarf gehen kann.
Kurze Führungen zu den Kunstwerken
Von 15 bis 18 Uhr gibt es am Samstag Kurzführungen zu den Kunstwerken, die im Rahmen von Futur 21 nach Engelskirchen gekommen sind. Kasia Molga ist mit zwei Werken vertreten. In „Positively Charged: Heartbeats“ beschäftigt sie sich mit Möglichkeiten der Energiegewinnung. Besucherinnen und Besucher erzeugen mit ihrem eigenen Körper Strom.
Die Installation „Shapeshifting Energy“ von Cristina Tarquini erforscht die Folgen der menschenbedingten Erderwärmung, insbesondere auf den Wasserkreislauf. Fortlaufend finden ab 15 Uhr Kurzführungen zu den Kunstwerken mit der Künstlerin und Kunstvermittlerin Franca Perschen statt.
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Um 19 Uhr beginnt dann am Samstag eine Tanzperformance. Mit „2186-Nemesis“ hinterfrage das Tanztheater 55+, wie sich der Klimawandel auf die Überlebensprognose der Menschheit auswirken wird, kündigt der Landschaftsverband zu dieser Veranstaltung an. Ausgehend von einem frei erfundenen, fiktiven Videotagebuch aus dem Jahr 2186 wird mit tänzerischen Mitteln und performativer Gestaltung die Möglichkeiten menschlichen Lebens und Überlebens in einer nahen Zukunft ausgelotet.


