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SanierungsplanMorsbacher Waldwege müssen noch zwei Jahre warten

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Bevor solche Wege ertüchtigt werden, will die Gemeinde Morsbach erstmal den Wald an sich auf Vordermann bringen.

Morsbach – Erst 2023 und 2024 soll es 25. 000 Euro zusätzlich für die Herrichtung und Sanierung von Wirtschaftswegen in Morsbach geben. Einstimmig haben sich sowohl der Bauausschuss des Rates als auch der Haupt- und Finanzausschuss dafür ausgesprochen und damit entsprechende Empfehlungen an den Rat für dessen Sitzung am Montag, 7. Februar, auf den Weg gebracht. Zudem soll der Hebesatz für die Grundsteuer A, also für Grundstücke in der Land- und Forstwirtschaft, von 430 Prozentpunkten 2022 bleiben.

Vor dem Beginn möglicher Sanierungen soll in Zusammenarbeit mit der Morsbacher Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) auch ein Konzept ausgearbeitet werden. Damit ist der Ausschuss den Anträgen von CDU und BFM-UBV gefolgt, die im Entwurf des Finanzplans für dieses Jahr vorgesehene Aufstockung des Budgets von derzeit 35 000 Euro auf 60 000 Euro vorerst nicht umzusetzen. Begründet werden die Anträge mit den noch nicht beendeten Räum- und Wiederaufforstungsarbeiten schadhafter Waldflächen, die bei vorzeitiger Sanierung neue Schäden an den Wegen verursachen könnten.

Morsbach: Verwaltung hält Sanierungskonzept für sinnvoll

Rathausmitarbeiter Uwe Hombach teilte mit, dass sich diese Arbeiten nach derzeitigen Erkenntnissen weit in dieses Jahr hineinziehen werden, sodass der Bau von Wirtschaftswegen auf das Notwendigste beschränkt werden sollte. Nötige Maßnahmen in der Unterhaltung, etwa das Freischneiden der Ränder und des Lichtraumprofils, müssten aber ausgeführt werden. Die Verwaltung erachte es ebenso als sinnvoll, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, für das Förderprogramme in Anspruch genommen werden können. Dazu sei ein Angebot zur Erstellung eines Konzepts eingeholt worden, das nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung ländlicher Wegenetz-Konzepte und der ländlichen Bodenordnung nach dem Flurbereinigungsgesetz gefördert werden könne.

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Die Förderhöhe, so Hombach, betrage 75 Prozent für höchstens 50.000 Euro in sieben Jahren. Das vorliegende Angebot für das Wegenetz von rund 420 Kilometern belaufe sich jedoch, abhängig vom Aufwand auf etwa 60.000 bis 75.000 Euro. Daher plädiert die Gemeinde eine Priorisierung und die Erstellung eines Konzepts zur Wiederherstellung von Wegen in Kooperation mit der FBG. Dabei sollen auch das Freizeitverhalten und touristische Aspekte berücksichtigt werden.