Die Anbieter von Fahrten in Nümbrecht, Morsbach, Reichshof und Waldbröl wollen sich stärker und regelmäßig austauschen über Herausforderungen.
NahverkehrVier Bürgerbusvereine schaffen neue Verbindungen im Süden Oberbergs

Waldbröls Bürgerbus fährt nicht mehr nach Plan, sondern auf Bestellung per App oder Telefon. Auch darum ging es jetzt beim ersten Austausch der vier Trägervereine, die im Süden des Kreises unterwegs sind.
Copyright: Jens Höhner
Einen Bürgerbus auf die Strecke zu bringen, das ist eine Herausforderung – vor allem, wenn es eigentlich an Ehrenamtlichen fehlt, die sich ans Steuer setzen wollen. Die Trägervereine dieser Linienfahrzeuge in Morsbach, Nümbrecht, Reichshof und Waldbröl sind jetzt in Morsbach zusammengekommen, um sich über solche Herausforderungen im Tagesbetrieb auszutauschen.
Im Mittelpunkt des Treffens standen Themen, die alle Bürgerbusvereine im Süden Oberbergs – und natürlich darüber hinaus – gleichermaßen beschäftigen. Neben dem zunehmenden Mangel an Fahrerinnen und Fahrern ging es auch um technische Hürden sowie um die Entwicklung der Fahrgastzahlen.
Waldbröls Bürgerbusverein berichtet von seinen Erfahrungen mit dem On-Demand-Verkehr
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch helfen kann, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und voneinander zu lernen.
Bei diesem Auftakt berichtete der Waldbröler Bürgerbusverein etwa von seinen bisherigen Erfahrungen mit dem On-Demand-System, das sich am Bedarf der Kundschaft orientiert: Fahrten finden nicht mehr nach einem festen Fahrplan statt, sondern werden von den Fahrgästen vorab gebucht.
Die 60 festen Haltestellen gibt es noch, zudem aber auch rund 150 „virtuelle“ Halteplätze im Stadtgebiet. Über Chancen und Herausforderungen dieses Angebots kamen die Vereinsleute ebenfalls ins Gespräch. Am Ende des Treffens vereinbarten die Vereine, ihre Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.
Regelmäßige Treffen und ein enger Austausch sollen dazu beitragen, den Nahverkehr zu meistern und die Angebote eines Bürgerbusses im Kreissüden langfristig zu stärken. Dabei leben die Trägervereine vom ehrenamtlichen Engagement der Fahrerinnen und Fahrer. So freuen sich alle Vereine jederzeit über Menschen, die sich für die Mobilität in ihrer Heimat einsetzen möchten und einen Bus lenken.
Wer Freude am Umgang mit Menschen hat, gern Auto fährt und Zeit in ein sinnvolles Ehrenamt investieren möchte, sei herzlich eingeladen, sich bei einem der Bürgerbusvereine zu informieren, teilt die Gruppe mit: „Jede Unterstützung hilft, das wichtige Mobilitätsangebot für viele Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft zuverlässig aufrechtzuerhalten.“
