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Bewegung und ErnährungErster Nümbrechter Gesundheitstag legte Schwerpunkt auf Prävention

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Der Gesundheitstag in Nümbrecht stieß auf reges Interesse.

Der Gesundheitstag in Nümbrecht stieß auf reges Interesse.

Mehrere Hundert Besucher nutzten in Nümbrecht die Möglichkeit, sich bei den gut 25 Anbietern zu informieren oder gleich eine „Schnupper-Anwendung“ auszuprobieren.

 „Als Kurort ist das Thema Gesundheit ein wichtiges Standbein für die Gemeinde Nümbrecht“, sagte Benjamin Häcke, Wirtschaftsförderer und Leiter der Kurgesellschaft, am Samstag beim ersten „Nümbrechter Gesundheitstag“ im Parkhotel. Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Bereichen Bewegung, Entspannung und Ernährung.

„Wir haben den Fokus diesmal nicht auf den kurativen, sondern auf den präventiven Bereich gelegt“, erläutert Häcke. Er schildert, dass es im Oktober bereits einen Workshop gegeben habe, um das Potenzial für eine derartige Veranstaltung auszuloten: „Die Teilnehmer waren überrascht, was es für ein umfangreiches Angebot in der Gemeinde gibt.“ Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hilko Redenius nutzten mehrere Hundert Besucher die Möglichkeit, sich bei den gut 25 Anbietern zu informieren oder gleich eine „Schnupper-Anwendung“ auszuprobieren.

Vertreten waren dabei Mediziner, Sportwissenschaftler, Heilpraktiker, Therapeuten verschiedener Disziplinen, Gesundheitstrainer, Ernährungsberater bis zu Entspannungspädagogen und Psychotherapeuten oder psychologischen Beratern. Ihr Spektrum bei verschiedenen Workshops reichte dabei von Sport über Yoga bis Qigong, von Massagen über Waldbaden bis zu einem dynamischen Tanz- und Ganzkörpertraining. Daneben wurde der Energiefluss im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin erläutert ebenso wie Ernährung chronischen Erkrankungen vorbeugt, und was man gegen Alzheimer oder Demenz tun kann. Der Sportpark hatte eine „Putting Range“ aufgebaut, wo Golf-Schnupperkurse zu gewinnen waren. Ein umfangreiches Vortragsprogramm rundete den Gesundheitstag ab.

Künftig sollen auch die Schulen mehr eingebunden werden

Klaudia Altwicker, Fachbereichsleiterin für Gemeindeentwicklung, schilderte, dass diese Veranstaltung vom Projekt „Nümbrecht rundum gesund“ im Rahmen der Regionale 2025 inspiriert worden sei. Zukünftig soll ein besonderer Fokus auch auf der Einbindung von Schulen liegen. Sie betonte, dass die Vielzahl der vorgestellten Angebote nicht nur Kurgästen, sondern auch der einheimischen Bevölkerung zugute kommt. Die eigens für den Gesundheitstag erstellte Internetseite soll ab dem Frühjahr erweitert werden und demnächst als Plattform zum Thema Gesundheit dienen, damit Nutzer eine zentrale Anlaufstelle haben.

Sanfte Griffe sollen bereits genügen

„Die Leute kommen zu mir, wenn gar nichts anderes mehr hilft“, erzählte Präventologin Bettina Gobbers-Gaul aus Much. Hinter ihr liegt eine junge Frau auf einer durch ein Paravent abgetrennten Liege und entspannt sich. Die Dame lässt sich die „Bowtech“-Methode vorführen, wo lediglich durch sanfte Griffe die Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert werden. „Wir sind kräftige Massagen gewohnt“, weiß Gobbers-Gaul, doch die Muskeln bräuchten nur einen ganz sanften Kontakt.

Die Nümbrechter Ökotrophologin Sandra Thiele hat einen anderen Ansatzpunkt, nämlich die Ernährung. Ihr Hauptschwerpunkt ist die Entwicklung von Bildungsmedien für Kinder: „Es geht nicht um Verbote oder Verzicht, sondern darum, dass sie lernen, selbst einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln.“ Auch wenn ihre eigentliche Zielgruppe diesmal zahlenmäßig noch unterrepräsentiert war, ist Thiele von der Aktion begeistert: „So ein Tag wie heute ist als Startsignal goldrichtig.“ www.nuembrecht-erleben.de

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