Das Team um Steffen Müller, Amtsleiter des Kulturamtes, hatte ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.
FeierAuf Schloss Homburg fand zum 100-jährigen Museumsjubiläum ein Familienfest statt

Ulrike Claßen-Büttner und ihre Tochter Zora beim Spinnen von Schafswolle.
Copyright: Dennis Börsch
Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ hatten sich die Besucherinnen und Besucher am Sonntag trotz Dauerregens auf den Weg nach Schloss Homburg gemacht. Dort gab es gleich zwei Gründe zu Feiern. Am Sonntag fand bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt, darüber hinaus feierte das Museum Schloss Homburg im Rahmen eines Familienfestes sein 100-jähriges Bestehen.
Das Team um Steffen Müller, Amtsleiter des Kulturamtes, hatte ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. „Für den heutigen Tag wurde viel organisiert, aber eines haben wir dann doch leider nicht im Griff: das Wetter“, begrüßte Landrat Klaus Grootens die Gäste, die unter mehreren aufgestellten Zelten Zuflucht fanden.
Konzert des Musikers Oliver Steller in der Orangerie auf Schloss Homburg
Die Begrüßung des Landrats und das danach folgende Konzert des Musikers Oliver Steller wurde wegen des Regens kurzerhand in die neue Orangerie verlegt. Die Besucherinnen und Besucher nutzen auch die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Geschichte(n) erleben 2 auf Schloss Homburg“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Playmobil-Dioramen von Oliver Schaffer zeigen die Geschichte rund um Schloss Homburg und wie die Menschen in der Region einst lebten.
Auch Klaus Grootens ließ in seiner Ansprache kurz die Geschichte des Museums Revue passieren. Gegründet auf den Tag genau, am 13. September 1926, als oberbergisches Heimatmuseum wurde das Museum vom Bergischen Geschichtsverein initiiert. Er hatten die Oberbergerinnen und Oberberger aufgerufen, Objekte zu spenden, die typisch für das Leben im Oberbergischen sind. Passte zunächst alles noch in einen Raum, wuchs die Sammlung des Museums stetig. 1936 übernahm schließlich der Oberbergische Kreis die Trägerschaft. Heute umfasst die Sammlung des Museums mehr als 20.000 Objekte.
„Das Ziel war und ist es bis heute, Geschichte erlebbar zu machen. Und ich danke allen, die dazu ihren Teil beitragen“, betonte Grootens. Ein Museum sei jedoch nichts ohne seine Besucherinnen und Besucher, ergänzte der Landrat. „Das Museum ist so viel mehr als nur eine Sammlung an Objekten. Hier können Groß und Klein basteln, mit Taschenlampe ausgestattet im Dunkeln das Schloss erkunden oder Abenteuer erleben mit dem Schlossgespenst HomBuh“, zählte Grootens das umfangreiche Angebot der Kulturstätte auf. Mit Dank an alle Förderer des Museums schloss der Landrat seine Rede und übergab das Mikrofon an Oliver Steller.
Der 59-jährige Musiker griff beherzt in die Saiten seiner Gitarre. „Ihr könnt mir ruhig aushelfen und mitklatschen“, forderte er das Publikum auf. Das ließen sich die Besucherinnen und Besucher nicht zweimal sagen. Kräftig klatschten sie im Takt der Melodie mit, während Steller Songs wie „Oben auf dem Berge“ anstimmte.
Die Kinder lauschten Geschichten vom Schlossgespenst HomBuh, nahmen an einem Ritterturnier teil und betätigten sich auf kreative Weise in der Museumswerkstatt und im Barock-Garten.
