Schloss Homburg in Nümbrecht wird zum 100. Museumsgeburtstag zur Festmeile. Auch für die Zukunft hat das Museum neue Pläne.
100 Jahre SchlossmuseumSchloss Homburg in Nümbrecht feiert großes Jubiläum

Die markante Silhouette von Schloss Homburg ist ein Wahrzeichen.
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Mit viel Action und einem bunten Programm für die ganze Familie feiert Schloss Homburg am Sonntag ein großes Museumsfest. Das Programm (siehe Infokasten) reicht vom Ritterturnier für Kinder und Livemusik bis zu verschiedenen Workshops der Museumswerkstatt. Anlass für das Fest ist die Gründung des Museums im Jahr 1926, also vor 100 Jahren.
Auf Initiative und mit maßgeblichem Einsatz der oberbergischen Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins entstand damals in der Nümbrechter Schlossanlage ein zunächst bescheidenes „Heimatmuseum“.

Steffen Müller
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Eine Bezeichnung, die der heutige Museumsleiter Steffen Müller nicht mehr verwenden würde, weil sie für ihn ein wenig angestaubt klingt. „Wir sind ein Haus mit engem Bezug zur Regionalgeschichte“, sagt er. Und man sei froh darüber, dass Schloss Homburg das Wahrzeichen des Oberbergischen Kreises sei.
Zuletzt hat sich das Museum einer Verjüngungskur unterzogen. Statt einer Dauerausstellung, die über 20 oder 30 Jahre unverändert bleibt, setzt man künftig auf ein modulares, flexibles System von Ausstellungen. Mitmachangebote spielen eine große Rolle.
Wir sind froh darüber, dass Schloss Homburg das Wahrzeichen des Oberbergischen Kreises ist.
Geschichte zu erfahren, kann Spaß machen. Um das zu beweisen, hat das Schlossmuseum in seiner aktuellen Ausstellung mehrere tausend Playmobil-Figuren zusammengestellt zu großen Dioramen (wir berichteten). Die Figuren hat der Hamburger Sammler und Diorama-Künstler Oliver Schaffer aufgebaut. Sogar Schloss Homburg selbst wurde aus Playmobil-Teilen nachgebildet, und natürlich darf auch Schlossgespenst HomBuh nicht fehlen.
„Wir zeigen aber nicht einfach nur Spielzeug“, betont Museumsleiter Steffen Müller. Vielmehr seien die Kunststoff-Figuren ein Mittel zum Zweck. Weil Playmobil über viele Altersgruppen hinweg beliebt ist, zieht die Jubiläumsausstellung viele Besucher an. Auch die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ sei sehr erfolgreich gewesen und habe viele Schulklassen angelockt . „Gute Besucherzahlen sind schon wichtig“, betont Müller. Wie viel Publikum im vergangenen Jahr kam, könne er aber nicht sagen.
Die Playmobil-Ausstellung ist noch bis Januar 2027 zu sehen, einige der Dioramen vielleicht noch etwas länger. Was steht im kommenden Jahr an? Im zweiten Obergeschoss von Schloss Homburg sollen neue Räume als Ausstellungsbereich hinzu kommen. Außerdem taucht die beliebte Reihe „Nacht im Museum“, bei der Besucher das Schloss im Schein von Taschenlampen erkunden können, wieder im Programm auf – Gruselfaktor inklusive. Seine konkreten Ausstellungspläne für 2027 will das Kreismuseum nach den Herbstferien bekannt geben.
Das Programm
Schloss Homburg feiert am Sonntag, 13. September, 11 bis 18 Uhr, sein Museumsfest. Besucher können unter Anleitung Graffiti sprühen, Fantasiewesen basteln oder sich in Freiluftmalerei probieren. Vorführungen gibt es in der Spinnstube. Die Biologische Station, der Förderverein und das Netzwerk Bergische Museen sind vertreten.
Um 11.30 und um 16.30 Uhr findet ein Ritterturnier für Kinder, um 15 Uhr ein freies Training für das Turnier statt. Gerd Pohl erzählt Geschichten vom Schlossgespenst HomBuh.
Um 13 Uhr gibt Oliver Steller ein Konzert. Der Eintritt zum Fest ist frei, das Museum ist geöffnet (regulärer Eintritt). Am Schloss stehen knapp 200 Parkplätze zur Verfügung. Alternativ können Besucher am Ortsausgang Nümbrecht parken, von dort führt ein Weg durch den Wald.
