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SommerwettbewerbNümbrechter Ehepaar bringt Schornstein aus Schottland mit

3 min
Ehepaar Maas zeigt ihr Urlaubsmitbringsel her.

Seit gut 40 Jahren schmückt der Chimney-Pot aus Schottland den Garten des Ehepaares Ulrich und Gabriele Maas. Auch eine der Tüten, in die der Schornstein gewickelt war, hat die Zeit überlebt. Der Transport des Souvenirs war derweil eine Herausforderung.

Ulrich und Gabriele Maas aus Nümbrecht nahmen vor 40 Jahren einen Schornstein aus Schottland mit.

Magnete, Tassen, Postkarten oder ein besonderes Schmuckstück – wer auf Reisen ist, nimmt gerne etwas zur Erinnerung mit nach Hause. Bei Ulrich und Gabriele Maas aus der Nümbrechter Ortschaft Gaderoth sind es eher Dinge, die ihnen beim Spazieren ins Auge fallen:   ein sechs Meter langes Schiffstau, das an den Strand gespült wurde, ein „Hühnergott“-Stein oder ein anderes interessantes Mineral. Ihr liebstes Urlaubsmitbringsel aber bringt gute 20 Kilogramm auf die Waage: ein „Chimney-Pot“, ein Schornstein aus Schottland.

Liebe auf den ersten Blick

Vor rund 40 Jahren – das Ehepaar war noch nicht lange verheiratet – unternahmen die beiden ihre ersten gemeinsamen Urlaubsreisen durch Nordeuropa. Sie erkundeten Dänemark, Norwegen, Schweden und auch Irland. „Was auf unserer Liste dann noch fehlte, war Schottland“, erzählt Gabriele Maas. Gesagt, getan. Das Paar entschied sich für eine Rundreise mit einem Mietwagen, die Unterkünfte wurden vorab gebucht und per Flugzeug ging es dann ab Düsseldorf nach Schottland.

Kaum waren die ersten Kilometer auf schottischen Landstraßen absolviert, hatte es ihnen nicht nur die Ursprünglichkeit der Landschaft angetan, sondern vor allem die rustikale Bauweise der Cottages. Diese waren mit unterschiedlich gestalteten Schornsteinen bestückt. „Mal waren diese rund, quadratisch oder achteckig, mal kurz, mal lang, mal schlicht und auch mal verziert. Wir haben uns quasi sofort in diese ganz individuell gestalteten und in unseren Augen für Schottland typischen Chimney-Pots verliebt“, erinnert sich Ulrich Maas. Schnell keimte die Idee, ein solches Exemplar für das eigene Zuhause zu beschaffen.

Eine ungewöhnliche Heimreise

In einem Baumarkt wurden die Eheleute Maas auch schnell fündig. „Dort gab es nur einen einzigen Schornstein zu kaufen. Er war aber besonders schön: mit Herzen verziert und achteckig. Das passte einfach zu uns und in die Zeit“, blickt Gabriele Maas zurück. Sehr zur Freude des Paares war das gute Stück zudem erschwinglich. Vom Verkäufer liebevoll und sicher mit mehr als zehn großen Tüten umwickelt, wurde das „Octagonal“ in den Kofferraum des Mietwagens geladen und begleitete die beiden auf dem Rest ihrer Rundreise.

Eine Frage war aber ungeklärt: Wie sollten sie den Schornstein von gut 20 Kilogramm im Flugzeug nach Deutschland bekommen? Das Schicksal wollte es, dass sie auf ein anderes Urlauberehepaar aus Deutschland trafen. „Wir kamen ins Gespräch und erwähnten natürlich auch unser Problem bezüglich des Transports“, berichtet Ulrich Maas. „Was soll ich sagen? Die beiden erzählten uns, dass sie mit dem Auto angereist waren per Fähre.“ Mehr noch, Maas konnte sein Glück kaum fassen: Sie wohnten in Krefeld und damit also nur einen Katzensprung entfernt. Das Ehepaar Maas wohnte zu dem Zeitpunkt noch in Neuss und ließ sein künftiges Heim in Gaderoth umbauen.

Gabriele Maas freut sich auch 40 Jahre danach noch über diese Fügung. „Sie haben uns angeboten, den Schornstein mitzunehmen. Das waren so viele glückliche Zufälle, das war einfach unglaublich.“

Nach ihrer Rückkehr holten Ulrich und Gabriele Maas ihren Schornstein schnellstmöglich ab. Danach zierte der Chimney-Pot zunächst den Balkon, dann den Garten des Paares als unkonventionelles Pflanzengefäß. Und erinnert die beiden jeden Tag an eine wunderschöne Schottland-Reise.


Urlaubsmitbringsel

Mit der Volksbank Oberberg haben wir Sie bei unserem Sommerwettbewerb 2026 nach Ihrem liebsten Urlaubsmitbringsel gefragt. Unsere Redaktion hat 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt, deren Geschichten wir nun in der Zeitung erzählen. Nach den Sommerferien bestimmt eine Jury, welche der Teilnehmenden es auf die drei vorderen Plätze schaffen und welche auf die Ränge vier bis 20. Im Herbst werden die Finalisten schließlich in den Räumlichkeiten der Volksbank Wiehl geehrt.