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AuszeichnungRegenbogenpreis auf Schloss Homburg für den Verein „Kramerey und Kurtzweyl“

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Das Foto zeigt fünf Personen bei der Preisübergabe.

Preisübergabe an den Verein Kramerey und Kurtzweyl mit Steffen Müller, Barbara Degener, Johannes Bortlisz-Dickhof und den Bürgermeistern von Nümbrecht und Wiehl, Thomas Hellbusch und Ulrich Stücker (v.l.).

Der Verein „Kramerey und Kurtzweyl“ wurde von der Grünen-Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland für ehrenamtliches Engagement geehrt.

Worum es bei dieser Preisverleihung in der Küche im Schloss Homburg ging, wurde zumindest grob klar, als man die Musik hörte, die von zwei Musikern gespielt wurden – die war nämlich eindeutig mittelalterlich anmutend.

Zwei Musiker an Drehleier und Geige hatten sich unter dem riesigen Kamin positioniert und spielten einige Stücke, ehe sich Barbara Degener und Johannes Bortlisz-Dickhoff positionierten und dem konkreten Anlass zuwandten.

Integration wird groß geschrieben

Barbara Degener, Vorsitzende des Vereins Kramerey und Kurtzweyl, wurde von der Grünen-Fraktion in der Landschaftsversammlung (LVR) Rheinland und dessen Vorsitzendem Johannes Bortlisz-Dickhoff mit deren Regenbogenpreis für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und fördert vor allem Engagement in Sachen Umweltschutz, Geflüchtetenhilfe, Inklusion, kultureller Bildung und das demokratischen Miteinander. Der Preis wird seit einigen Jahren vergeben, er finanziert sich durch die Aufwandsentschädigungen der Abgeordneten, wie Johannes Bortlisz-Dickhoff erklärte.

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement

Und er ergänzt: „Der integrative pädagogische Tag im Rahmen des Mittelalterlichen Markts auf Schloss Homburg richtet sich an die Schulen im Umland – entstanden ist die Idee dazu nach der Wiederbelebung des Markts nach der Corona-Pandemie.“

Dass man hiermit einen Nerv getroffen hatte, wurde schon schnell klar. „2024 haben 250 Kinder teilgenommen, 2025 schon 500 Kinder – und in diesem Jahr haben wir 1000 Anmeldungen verzeichnen können. Der Tag kann damit unabhängig vom eigentlichen Marktgeschehen stattfinden. Ich habe schon mitbekommen, wie engagiert die Kinder bei der Sache sind, es ist eine wirklich gewinnbringende Sache“, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Der integrative pädagogische Tag lebte vom ehrenamtlichen Engagement der vielen Helferinnen und Helfer. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gucken nicht auf die Bezahlung, es ist eine große Gemeinschaftsleistung“, sagte Barbara Degener. Dabei wolle man durchaus dem eigenen, hohen künstlerischen Anspruch genügen, um einen Einblick in das Leben und die Arbeit der Menschen im Mittelalter zu bieten.

„Wir haben die Anbindung zu den Schulen gefunden, das ist eine wichtige Arbeit und Aufgabe, gerade in diesen schwierigen Zeiten“, sagte Barbara Degener. Und betonte, wie wichtig der Preis auch in finanzieller Hinsicht sei. „Wir arbeiten zwar ehrenamtlich, aber natürlich sind wir dennoch auf finanzielle Unterstützung angewiesen.“ Die gebe es auch, von Firmen, Banken, Vereinen, den Kommunen und Parteien. „Damit sind wir dieses Jahr auch einigermaßen hingekommen, allerdings nicht ganz. Wir werden das in unserer Jahreshauptversammlung auch nachbesprechen“, sagte Barbara Degener.

Insofern dürfte der Preis mit seinen 1000 Euro Preisgeld mehr als gelegen kommen, zumal Johannes Bortlisz-Dickhoff betonte, dass man damit helfen wolle, den integrativen pädagogischen Tag „zu verstetigen“.