EinkommensstatistikOberberger verdienen mehr als NRW-Durchschnitt

Verfügbare Geldmenge und Kaufkraft der Menschen variiert selbst innerhalb des Oberbergischen stark. (Symbolfoto)
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Oberberg – Im Jahr 2018 verfügte jeder Einwohner des Oberbergichen Kreises zumindest rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 23.194 Euro. Das waren 891 Euro oder 3,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Diese Zahlen hat gestern „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ als Statistisches Landesamt veröffentlicht.
In Oberberg lag das durchschnittliche verfügbare Jahreseinkommen demnach über dem nordrhein-westfälischen Landesschnitt, der bei 22.294 Euro lag. Unter dem verfügbaren Einkommen wird in der Statistik Einkommen verstanden, das für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht. (Arbeitnehmerentgelte und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen, abzüglich Steuern, Sozialabgaben, zuzüglich empfangener Sozialleistungen).
Rangliste für NRW-Komunen
Innerhalb des Oberbergischen lag das verfügbare Jahreseinkommen mit 26 949 Euro in Engelskirchen am höchsten, knapp gefolgt von Wiehl (26 782 Euro). Den geringsten Wert gibt die Landesbehörde IT NRW mit 19 294 Euro für die Südkreismetropole Waldbröl an, gefolgt von Bergneustadt mit einem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen von 20 919 Euro.
IT NRW hat alle 396 NRW-Kommunen in eine Rangliste einsortiert. In dieser landen die beiden oberbergischen Spitzenreiter Engelskirchen und Wiehl auf den Plätzen 28 und 31. Bergneustadt steht auf Platz 330, Waldbröl auf Platz 371. Neun der oberbergischen Kommunen kommen auf einen Wert, der über dem Oberberg-Durchschnitt liegt, vier kommen auf einen niedrigeren Wert.
Attendorn an der Spitze
Zum Vergleich mit anderen Regionen: Mit einem durchschnittlichen verfügbaren Jahreseinkommen von 39 443 Euro pro Einwohner grüßt Attendorn (Kreis Olpe) von der Spitze der Landesliste. Mit Schalksmühle im Märkischen Kreis (36 004 Euro) kommt auch der NRW-Zweite aus dem Sauerland.
(+5,1 Prozent) und die Stadt Attendorn (+5,0 Prozent) sind zugleich die Kommunen mit den stärksten Zuwächsen von 2017 auf 2018. Platz drei belegt Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss, 33 834 Euro). Am unteren Ende der Skala rangierten die Stadt Gelsenkirchen (16 450 Euro) und die Gemeinde Kranenburg im Kreis Kleve (16 350 Euro).
Kreis Olpe
Beim Blick in die Nachbarschaft ist festzuhalten, dass der Kreis Olpe gut gestellt ist (28 007 Euro). Weitere Nachbarn: Märkischer Kreis (24 762 Euro), Rheinisch-Bergischer Kreis (26 493 Euro), Rhein-Sieg-Kreis (24 038 Euro). Einige Städte: Köln (22 402 Euro), Bonn (23 471 Euro), Bergisch Gladbach (27 057), Siegburg (21 887).
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IT NRW betont, das verfügbare Einkommen sei als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung der Gemeinden zu verstehen; es ermögliche mittelbar Aussagen zur lokalen Kaufkraft, wobei die regionale Preisentwicklung unberücksichtigt bleibt.



