Die Big Band der Freiwilligen Feuerwehr Reichshof hatte zu öffentlichen Proben, Mitmachkonzert und Didgeridoo-Kurs eingeladen.
SchnupperkursDidgeridoo-Workshop mit der Big Band der Feuerwehr Reichshof

Bei der ersten Probe genügten den Musikern einige Kunststoffrohre aus dem Baumarkt, die zusammen gesteckt wurden.
Copyright: Ralf Joost
Das letzte Wochenende im Januar hat die Big Band der Freiwilligen Feuerwehr Reichshof ganz der Musik gewidmet. Zwei öffentliche Proben, ein Mitmachkonzert und einen Didgeridoo-Schnupperkurs gab es am Freitagabend und Samstag. Für den Samstagmorgen hatte der Musikzugführer Karl-Werner Doepp diesen Schnupperkurs für das australische Traditionsinstrument vorbereitet, dessen Teilnehmer waren die elf Musikerinnen und Musiker der Band sowie Reichshofs Bürgermeister Jan Gutowski.
Lippenübungen zum Aufwärmen
Weitere Teilnehmer waren trotz ausführlicher Werbung nicht gekommen. Das typische Holzblasinstrument der Aborigines besteht in der Regel aus Eukalyptusholz und existiert nach Schätzungen bereits seit 40.000 Jahren. Es gilt als ideales Einstiegsinstrument für künftige Bandmitglieder, da es im Gegensatz zu den anderen Blechblasinstrumenten relativ einfach zu erlernen ist und so nur eine niedrige Hürde für Interessierte darstellt.
Jeweils vier Kunststoffrohre aus dem Baumarkt, die zusammengesteckt werden, und ein spezielles Mundstück bildeten für die Teilnehmer bereits ein fertiges Übungsinstrument. Ein eigenes, authentisches Instrument aus Australien hatte der Übungsleiter aber auch mitgebracht. Mit dem Brenneisen hat er es mit typischen Symbolen der Ureinwohner verziert. Bevor aber das „Instrument“ zum ersten Mal angesetzt wurde, gab es aber nach Anleitung von Karl-Werner Doepp erstmal eine Lippenübung zum Aufwärmen.
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Es ist spannend, wie im Gegensatz zum Saxophon die Luft in das Didgeridoo eingeblasen wird
Mit nur wenig Atemluft müssen die Lippen vibrieren; wenn das gut klappt, wird das Rohr an die Lippen gesetzt, und man hat bereits den ersten Ton. Fortgeschrittene variieren dann die Tonhöhe, indem sie ihre Zunge an den Gaumen legen und dazu noch einen Ton summen. Auch die Zirkularatmung wurde geübt, dazu diente ein Becher mit Wasser und ein Strohhalm. Während die Übenden in den Strohhalm hineinbliesen, wurde versucht, durch die Nase Luft zu holen. Professionelle Musiker schaffen es so, einen minutenlangen Dauerton mit ihrem Blasinstrument zu erzeugen.
So war es auch für die Saxofonistin der Big Band, Sophie Michelle Semmler, eine der leichteren Übungen. Sie hat gerade am Institut für Musik in Osnabrück ihre Bachelorprüfung bestanden. Die Musikerin spielt seit 2020 Alt- und Sopransaxophon in der FFR Big Band und fand es „spannend, wie im Gegensatz zu ihrem Instrument die Luft in das Didgeridoo eingeblasen wird“. Auch der Bürgermeister fand den Kurs total spannend und er habe einige tiefe Töne herausbekommen, berichtete er zum Abschluss.
Im Anschluss gab es dann noch eine öffentliche Probe und ein Mitmachkonzert unter Leitung des Dirigenten Stefan Aschenbrenner. Passend zur Ausrichtung der Big Band mit Jazz, Swing und Pop begann die Probe mit dem funkigen Earth, Wind and Fire-Klassiker „September“. Zum Abschluss begann um 14.30 Uhr das Konzert zum Mitmachen.

