Hütte live700 Musikfans feiern in Reichshof

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Die Musiker der Gruppe Nexxt Level auf der Bühne, der Frontmann hat eine Gitarre in Händen und schaut in die Kamer.

„Nexxt Level“ aus Lindlar bei „Hütte live“

Bei der Dorfgemeinschaft Wildbergerhütte-Bergerhof rockten am Samstag jede Menge oberbergischer Bands.

 „Die Stimmung ist super und die Leute sind sehr cool“, freuen sich die Reichshoferin Mara Hellmann und ihre Freundin Chrissi Kranz aus Nümbrecht beim achten Open Air „Hütte Live“ auf dem Dorfplatz in der Reichshofer Ortschaft Wildbergerhütte.

Die beiden jungen Frauen haben den Termin am Samstag nach Fronleichnam fest in ihrem Kalender gebucht: „Diesmal haben wir uns extra Urlaub dafür genommen.“ Kranz ergänzt: „Und dass es hier nicht einmal Eintritt kostet, finde ich sehr charmant.“

Trotz zeitweise heftiger Regenschauer haben sich rund 700 Gäste auf dem Freiluftkonzert der Dorfgemeinschaft Wildbergerhütte-Bergerhof eingefunden. Manche tanzen mit dem Schirm vor der Bühne. „Wir haben extra unser zweites Großzelt aufgestellt – das war unser Glück“, berichtet die Vereinsvorsitzende Natascha Leienbach.

70 Liter Freibier vom Dorfverein

Gut versorgt waren die Konzertbesucher jedenfalls: In der Grillhütte gab es erstmals auch vegane Speisen und bei den Getränkewagen anfangs Freibier. Leienbach erläutert: „Der Dorfverein besteht jetzt 70 Jahre und deshalb wollten wir uns bei unseren Gästen mit 70 Litern Bier bedanken.“

Für die Kinder gab es kostenlose Zuckerwatte in den Vereinsfarben rot, grün und blau. Zudem gab es eine Verlosung mit Preisen, die ortsansässige Unternehmen gespendet hatten. Die Vorsitzende schildert, dass der Aufbau mit dem rund 40-köpfigen Team diesmal wegen des zweiten Zeltes etwas umfangreicher war: „Aber es hat sich gelohnt – die Fans sind uns trotz des Regens alle treu geblieben.“

Vier neue Bands bei „Hütte Live“

Alle vier Gruppen standen erstmals auf der Bühne von „Hütte Live“. Wie in den Vorjahren hatte die Firma „Gala Beton Reichshof“ dafür zwei nebeneinander platzierte Sattelauflieger zur Verfügung gestellt. „Das rechne ich meinem Chef hoch an“, erklärte Mitarbeiterin Andrea Knott: „Normalerweise wären die schon am Freitag für die Montagstour beladen worden.“

Die Bands jedenfalls genossen den üppigen Raum, der Veranstaltungstechnik ALD sogar ein Bühnenmischpult ermöglichte. Mit seinen eigenen Texten über die Liebe und das Leben eröffnete der Kölner Sprechgesangskünstler „Invo“ das Konzert.

Mit seinen Songs über die Liebe und das Leben, das Jungbleiben und Erwachsenwerden und über ganz alltägliche dinge wie etwa das Frühstück regte er zum Nachdenken an. Eine ganze Spur lauter wurde es mit der sechsköpfigen Cover-Band „The Cue“, die einen Mix aus Rock, Soul und ein wenig Jazz anbot.

Cover-Band „The Cue“ und „Denkzettel“

Der Nümbrechter Volker Bergmann ist begeistert: „Die haben Bands wie The Doors oder Jethro Tull sagenhaft gut gecovert. Nach dem Motto „Dies ist nicht links, sondern logisch“ demonstrieren die vier Musiker der Gummersbacher Deutsch-Punk-Formation „Denkzettel“ mit selbst geschrieben Texten und einem fantastischen Sound seit elf Jahren ihre Haltung gegenüber menschenverachtende Ideologien.

Der Rhythmusgitarrist Dennis Hellmann schilderte, dass es um die Coronazeit einige Personalwechsel gegeben habe: „Die jetzige Besetzung ist top.“ Das fanden auch die Fans, die vor der Bühne abrockten.

Finale mit der Band „Nexxt Level“ aus Lindlar

Das Sahnehäubchen auf dem Konzertabend bildete die Lindlarer Rock-Coverband „Nexxt Level“ mit Titeln aus den späten 70ern bis heute. Grandios – und etwas ruhiger – war zum Abschluss „Tage wie diese“ von den „Toten Hosen“, womit die Musiker zeigten, dass ihnen der Auftritt bei Hütte live selbst viel Spaß gemacht hatte.

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