InterviewSpediteur aus Oberberg beschreibt die Parksituation für Lastwagen in Reichshof

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Porträt eines jungen Mannes

Logistiker Oliver Kellershohn aus Lindlar berichtet von kritischen Situationen seiner Fahrer.

Oliver Kellershohn (24) ist Logistiker bei der gleichnamigen Spedition aus Lindlar.

Herr Kellershohn, der ADAC bezeichnet die Parksituation für Lkws auf deutschen Raststätten, auch denen in Oberberg, als katastrophal. Gehen Sie da mit?

Oliver Kellershohn: Unsere Kollegen berichten immer wieder von brenzligen Situationen in den Ein- und Ausfahrten. Die Lenkzeiten werden zwangsläufig überschritten, wenn man vier oder fünf Versuche braucht, um einen Parkplatz zu finden.

Was können Sie als Arbeitgeber für Ihre Fahrer tun?

Wir setzen inzwischen nur noch auf bewachte Parkplätze. In Zeiten, in denen Diesel abgezapft und Planen aufgeschlitzt werden, um die Fracht zu stehlen, ist das auch im Interesse von uns Spediteuren. Aber diese Plätze kosten halt und nicht jeder Kollege ist bereit, dieses Geld zu investieren.

Stimmt das Vorurteil: Kümmert es die Unternehmer aus Osteuropa im Zweifel weniger, wo ihre Fahrer parken und unterkommen?

Nein, so pauschal kann man das nicht sagen. Bei den weiten Strecken, die diese Speditionen bedienen, kann es durchaus einmal passieren, dass die Rückladung flöten geht. Und dann steht der Fahrer eben erst einmal. Florian Sauer

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