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EinkaufenLidl und Rossmann wollen ihre Geschäfte in Waldbröl offenbar aufmöbeln

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Die Lidl-Filiale in der Waldbröler Ortschaft Hermesdorf soll offenbar abgebrochen und auf größerer Fläche neugebaut werden. Dafür sollen drei Grundstücke entlang der Hauptstraße und des Helzbergwegs gekauft worden sein.

Die Lidl-Filiale in der Waldbröler Ortschaft Hermesdorf soll offenbar abgebrochen und auf größerer Fläche neugebaut werden. Dafür sollen drei Grundstücke entlang der Hauptstraße und des Helzbergwegs gekauft worden sein.

Der Dicountermarkt plant wahrscheinlich einen Neubau für Hermesdorf, während die Drogeriekette dem Vernehmen nach an den Raabeweg ziehen will.

Zwei Großunternehmen wollen in Waldbröl deutlich wachsen: Zum einen plant die Drogeriekette Rossmann dem Vernehmen nach ihren Umzug von der Kaiserstraße in der Mitte der Marktstadt auf die Gewerbeflächen am Raabeweg, zum anderen will der Discountmarkt Lidl die Filiale an der Hermesdorfer Hauptstraße offenbar dem Erdboden gleichmachen und durch ein neues, großzügiger gestaltetes Gebäude ersetzen.

Die Informationen dazu sind indes spärlich, auch wenn sich jetzt der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus des Stadtrats mit diesen Vorhaben beschäftigt hat. Das allerdings tat die Politik unter dem Titel „Aktualisierung des Einzelhandelskonzepts“. Aus den Reihen der Fraktionen hieß es nach der Sitzung, man wisse zu wenig über das, was da vor sich gehe.

Die bisherige Filiale in der Ladenpassage an der Waldbröler Kaiserstraße ist der Drogeriekette Rossmann offenbar zu klein. Dem Vernehmen nach will der Konzern an den Raabeweg umziehen.

Die bisherige Filiale in der Ladenpassage an der Waldbröler Kaiserstraße ist der Drogeriekette Rossmann offenbar zu klein. Dem Vernehmen nach will der Konzern an den Raabeweg umziehen.

Die Unternehmen geben sich derweil auf Anfrage der Redaktion wortkarg und lassen wissen, dass sie sich derzeit noch nicht zum Standort Waldbröl äußern können oder wollen. „Auch dort möchten wir unseren Kunden attraktive Einkaufsbedingungen in einer modernen Filiale bieten“, erklärt etwa Lidl-Sprecherin Valerie Heck am Hauptsitz in Bad Wimpfen. Dass der Konzern in Hermesdorf bereits zu Beginn dieses Jahres drei Grundstücke im Winkel von Hauptstraße und Helzbergweg gekauft hat, bestätigt sie nicht.

Der Hermesdorfer Peter Peisker ist einer derjenigen, die ihre Grundstücke angeboten und veräußert haben: Der 75 Jahre alte Unternehmer hat eigenen Angaben nach bei den Verhandlungen auch erste Pläne gesehen, er schwärmt: „Unser Ort bekommt einen der schönsten Lidl-Märkte weit und breit, das neue Konzept ist wirklich super.“

Unternehmer aus Hermesdorf freut sich auf neue Lidl-Filiale auf seinem ehemaliegn Grundstück

Die Größe seines Grundstücks beziffert Peisker auf etwa 1500 Quadratmeter, die Nachbarflächen auf etwa 800 und 1200 Quadratmeter. Der geplante Neubau, so der Hermesdorfer, stehe auf jenen Skizzen nicht mehr in einem rechten Winkel zur Hauptstraße, sondern parallel dazu.

Dass sich an der Kaiserstraße mit dem Umzug von Rossmann ein Leerstand auftun könnte, bereitet der Politik Sorge. Die Aktualisierung des Einzelhandelskonzepts aus dem Jahr 2019 erlaubt am Raabeweg derweil die „Erweiterung des zentralen Versorgungsbereichs“, wie es im Behördenjargon heißt, also die Neuansiedlung von Handel und Gewerbe am Raabeweg. Das habe die Bezirksregierung Köln abgesegnet, erklärte Jan Kiefer, der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, vor dem Ausschuss.

Am Raabeweg befindet sich bereits ein großes Versorgungszentrum mit einer Aldi-Filiale, Expert Klein, einem Petz-Rewe-Markt und dem Waldbröler Fahrradhandel Zweiradmeister. Neben diesem Geschäft ist nach Angaben von Stadtsprecher Felix Becher ein etwa 1800 Quadratmeter großes Grundstück aus Privatbesitz zu haben. Mehr wisse die Stadt dazu allerdings nicht.

Es heißt, dass Rossmann schon lange nach einem Ersatz für den (zu) kleinen Standort in der Ladenpassage an der Kaiserstraße 36 suche und eigentlich auf dem früheren Merkur-Gelände ansässig werden wollte. Ebenso ist zu hören, dass auch der Boden am Raabeweg bereits verkauft sei. Eine Bestätigung gibt es auf Anfrage von Rossmann-Sprecherin Nathalie Schwertner in Burgwedel nicht. Die Antwort klingt ähnlich wie die von Lidl: „Rossmann ist als expandierendes Unternehmen grundsätzlich immer bestrebt, attraktive Standorte zu sichern, um noch näher bei den Kundinnen und Kunden zu sein.“

Aus der Waldbröler Politik bekamen beide Konzerne – jeweils einstimmig – grünes Licht. Damit beschlossen ist nun auch die Aktualisierung des Einzelhandelskonzepts für die Marktstadt.