Der erste Umzug im Rheinland schlängelte sich am Samstag durch das Waldbröler Dorf.
Erster Zug im RheinlandWaldbröl-Schönenbach im Karnevalsmodus

Begleitet von Bürgermeisterin Larissa Weber (r.) beschenkten Prinz Jona I. und seine Prinzessin Lisa I. das Narrenvolk freigiebig mit Wurfmaterial.
Copyright: Michael Kupper
„Kamelle, Kamelle“ schallte es lautstark aus vielen hundert Kehlen, als sich am Samstag der 21. Karnevalszug der Karnevalsfreunde Schönenbach durch das Waldbröler Dorf schlängelte. Die bekamen sie auch in Hülle und Fülle von den rund 600 Zugteilnehmern in 22 Wagen und Fußgruppen auf dem ersten Zug im Rheinland. Launig moderiert wurde dieser unten im Ort vom Ehrenpräsidenten Thomas Kardel und oben am Dorfgemeinschaftshaus vom Vorjahresprinzen Jörg-Oliver Tietz. Den Ankündigungswagen lenkte erstmals Markus Birk. Der 49-Jährige Kohlberger ist in Schönenbach aufgewachsen und löste nun mit seinem Traktor den langjährigen Frontmann Martin Latsch ab: „Wenn ich gebraucht werde, mache ich das nächstes Jahr gerne wieder.“

Rund 600 Zugteilnehmer gingen am Samstag in Schönenbach an den Start.
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Gleich darauf brachte die Windecker Gruppe „Sambawind“ das bunt kostümierte Volk am Straßenrand mit ihren Trommeln und Sambarhythmen auf Touren, bevor die Waldbröler Karnevalsgesellschaft als größte Gruppe mit 90 Personen von den Kommentatoren mit einem dreifachen „Waldbröl – pass op“ begrüßt wurde. Traditionell war auch „Post Peter“ mit dabei. Anstelle von Briefen, Rechnungen und Paketen hatte er diesmal Kamelle und Gummibärchen in seinem gelben Auslieferkarren. Als Rehe kostümiert kam die Gierzhagener Dorfgemeinschaft mit ihrem Motto: „Wo Waldtiere feiern und Jäger scherzen, da schlägt Gierzhagen mit närrischem Herzen.“

Gute Laune herrschte bei den Jecken im Zug.
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Nach der KPG Eckenhagen und der Wildberger Tanzgarde nahmen die „Partyvögel“ den Raub in der Gelsenkirchener Bank auf die Schippe. Bei ihrem Wagen mit der Aufschrift „Spasskasse“ lautete das Motto: „Wir bringen Ihre Schäfchen ins Trockene.“ Zwischen der Tanzgarde der KG „Tolle Elf“ Wildberg, der KG „Blau-Weiß“ Oesinghausen und den Morsbacher Wolpertingern präsentierte sich die KG „Rot-Weiß“ Herchen vielfältig mit ihrem Prinzenpaar Thomas II. und seiner Carina, den Siegtal-Löwen, den Siegtal-Hopsern und den Flamingos, die in diesem Jahr ihren 33. Geburtstag feiern. Nach vielen Jahren als Fußgruppe, wo sie regelmäßig mit originellen Kostümen gepunktet hatten, kamen die „Schönenbacher Määädchen“ erstmals mit einem Wagen und dem Motto: „20 Jahre und viel erlebt, die Määädchenfreundschaft nie vergeht.“ Nach der KG Morsbach, dem KV Bielstein und der Burggarde Windeck zeigten die „Blue Girls“ aus Ruppichteroth, dass Hebefiguren auch auf der Straße funktionieren.
Jubelnd wurde schließlich der Prinzenwagen der KF Schönenbach begrüßt. Begleitet von Bürgermeisterin Larissa Weber beschenkten Prinz Jona I. und seine Prinzessin Lisa I. das Narrenvolk freigiebig mit Wurfmaterial. Insgesamt zweimal wand sich der Lindwurm durch das Dorf – bis auf den Maiklub Obersaurenbach. Der Wagen mit dem Motto „Bob, der Baumeister“ war für die Schönenbacher Gassen etwas überdimensioniert und scherte daher mit fetzigen Partyrhythmen nach der ersten Runde aus. Übergangslos ging es im zum Bersten gefüllten Dorfgemeinschaftshaus weiter. Nach dem Auftritt der Burggarde Windeck feierte das Schürmicher Prinzenpaar den Höhepunkt seiner Session, begleitet von der Tanzgruppe „Blue Girls“ aus Ruppichteroth. Mit dabei waren auch die Garden der Waldbröler Karnevalsgesellschaft und deren Karnevalsprinzessin Emely I. sowie die Damendreigestirne der KG „Tolle Elf“ Wildberg und des KV Bielstein. Schließlich markierten die Rosbacher „Black Lightnings“ und die „Eckenhääner Tanzbienen“ aus Eckenhagen den Übergang in eine lange Feiernacht.

