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FrühjahrsputzWiehl und Waldbröl im Einsatz gegen wilden Müll

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Die Arbeitsgruppe in Wiehl.

Mit Säcken, Greifern und Handschuhen zogen die Helferinnen und Helfer in Wiehl los, um die Landschaft wieder sauber zu machen.

In Waldbröl und Wiehl war das Saubermachen zum Frühlingsbeginn wieder ein Großeinsatz mit hunderten Helfern.

Waldbröl/Wiehl Der Frühlingsanfang stand in Waldbröl und Wiehl ganz im Zeichen des Mülls – oder vielmehr einer sauberen Umwelt. In der Marktstadt Waldbröl hat der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) die stadtweite Müllsammelaktionen koordiniert. Bereits am Freitag hatten die rund 60 Schüler der Jahrgangsstufe 6 den Promenadenweg als einen der Abfallbrennpunkte beidseitig des Brölbachs akribisch gesäubert. Die Roseggerschule hatte sich in dieser Zeit weggeworfenem Müll im Wiedenhofpark und am alten Friedhof gewidmet.

Auch in Waldbröl war der Müll eine Gemeinschaftsaufgabe.

Auch in Waldbröl war der Müll eine Gemeinschaftsaufgabe.

Am Samstag starteten weitere 50 Personen, darunter viele Schüler aus der Klasse 7 der Gesamtschule beim Bauhof auf Müllsammeltour. „Toll, dass so viele mitmachen“, freute sich VVV-Vorstandsmitglied Thomas Werner und verteilte Greifer und Müllsäcke. Die Kernpunkte dieser Aktion lagen in den Bereichen Ruh/Hoff und Rossenbach, im Umfeld der Friedensmauer bis nach Lützingen und das Gebiet rund um den Kreisel zwischen Boxberg und Hermesdorf wegen eines dort ansässigen Fast-Food-Anbieters.

Hoffnung auf Vernunft

Vorsitzender Carsten Becker betonte, dass die gefüllten Müllsäcke sofort anschließend vom VVV eingesammelt werden, damit sie nicht über das Wochenende liegenbleiben. Besondere Funde seien diesmal eine Kaffeemaschine, eine Balkonmöbel-Garnitur, die leider schon fast üblichen Autoreifen und ein jetzt noch benadelter Weihnachtsbaum gewesen. Am Ende gab es beim Bauhof einen Imbiss für die Helfer.

Im Wiehler Stadtgebiet waren am Samstag 39 Dorfgemeinschaften, Schulen und Vereine im Einsatz gegen wilden Müll. Das städtische Ordnungsamt hatte die Aktionen organisiert und 14 Container an Sammelplätzen aufgestellt. Der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) half kostenlos mit 650 Handschuhen und ebenso vielen Müllsäcken, die Entsorgung übernahm der Bauhof.

Bürgermeister Ulrich Stücker machte sich diesmal beim Dorfgemeinschaftshaus in Morkepütz ein Bild von der Sammelaktion. Er lobte die große Zahl der Helfer und äußerte seine Fassungslosigkeit angesichts des in der Landschaft abgelagerten Mülls – von Elektrogroßgeräten über Autoreifen und gefüllten Altölkanistern war alles dabei: „Das ist für mich asozial.“ Er freute sich über die Mitteilung des Dorfgemeinschaftsvorsitzenden Sascha Weber, dass die Müllmenge im Vergleich zu den Vorjahren leicht abgenommen habe: „Das gibt mir die Hoffnung, dass sich Vernunft und Verstand irgendwann durchsetzen.“