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Jecker LindwurmWaldbröler Karnevalszug trotzt dem Regen

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Das Foto zeigt die Waldbröler Kinderprinzessin im Kamelleregen.

Die Waldbröler Kinderprinzessin Paula I.

Einer der größten Karnevalsumzüge in Oberberg fand am Sonntag in Waldbröl statt.  Rund 1200 Teilnehmer waren mit 33 Wagen und Fußgruppen dabei.

Rund 2000 bunt kostümierte Karnevalsjecken säumten die Straßenränder am Sonntagnachmittag beim 13. Karnevalszug der Waldbröler Karnevalsgesellschaft WKG durch die Marktstadt. Dem Brand der Markthalle geschuldet, zogen die 33 Wagen und Fußgruppen wie im Vorjahr über 1,4 Kilometer von der Bahnhofstraße über die Vennstraße zur Nutscheidhalle, wo anschließend die „After-Zug-Party“ startete.

„Die Schürmicher müssen einen verbotenen Draht nach oben haben“, witzelte ein Jeck am Straßenrand angesichts des anhaltenden Nieselregens. Es sei nicht das erste Mal, dass die Karnevalisten in Schönenbach mit ihrem Umzug eine Woche zuvor den letzten Sonnenstrahl bis Aschermittwoch wegmopsen, für alle anderen bliebe dann nur noch Petrus „Resterampe“.

Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Weder die Akteure noch das jubelnde, „Kamelle“ rufende Volk am Straßenrand waren aus Zuckerwatte. Mehr als 1200 Teilnehmer Insgesamt waren mehr als 1200 Teilnehmer im rund einen Kilometer langen Umzug aktiv, wusste Zugkommentator Leo Wehling, der den Höhepunkt des Waldbröler Karnevals gemeinsam mit Henning Hergt moderierte. Der schätzte mit Bedauern ein: „Bei schönem Wetter wären locker doppelt so viele gekommen.“

Zugleiter Thomas Nosbach fand lobende Worte: „Trotz des Regens hat nicht eine Gruppe abgesagt.“ Pünktlich um 14.11 Uhr startete der Zug mit dem Ankündigungstrecker „D'r Zoch kütt“, gefolgt vom Musikverein Lichtenberg. „Superhelden fliegen gemeinsam“ war das Motto der Gemeinschaftsgrundschule Wiedenhof, mit mehr als 200 Teilnehmern die größte Gruppe. Als Superman und Superwoman beglückten die Kinder ihre Altersgenossen am Straßenrand mit reichlich Wurfmaterial, gefolgt vom vielstimmigen „Wiedenhof Alaaf!“

Für Kinder machte sich auch die Karnevalsgesellschaft Dattenfeld mit ihrem Motto „Us Pänz sin us Zukunft“ stark. Oben auf dem Wagen thronte das Kinderprinzenpaar Felix I. und Pia II., die von den Windecker Burgmäusen begleitet wurden. Als Quietscheenten boten die drei AWO-Kindergärten Käthe Strobel, Marie Juchacz und Ida Wolf willkommene Farbtupfer.

Noch bunter wurde es mit der Windecker Gruppe Sambawind, die mit ihren rasanten Samba- und Reggaerhythmen aufheizte. Nach der Ründerother Tanzgruppe „Aggerperlen“ und dem Wagen der Fa. Pro-Glas präsentierte sich die Denklinger Burggarde mit Wagen und einer Fußtruppe, die scheinbar über unbegrenzte Mengen Konfetti verfügte. Unter dem Motto „Dorfkind und stolz darauf!“ kam der Heimatverein aus Nümbrecht-Harscheid , gefolgt von der KG Morsbach mit ihrem Prinzen Markus I., der seinen kleinen Wagen mit reichlich Kamelle wettmachte.

Während sich die Volksbankmitarbeiter als emsige Bienchen unter Imker Achim Krumm präsentierten, gaben sich die Schürmicher „Määädchen“ in ihren ausgefallenen Kostümen ziemlich „kopflos“, gefolgt vom Wagen der Schürmicher Karnevalsfreunde. An die Karnevalsgesellschaft Wildberg, die Prinz Christian I., Prinzessin Steffi und Juniorprinz Anton mitgebracht hatten, reihten sich die vier Tanzgarden der WKG, bevor sich als Abschluss die Waldbröler Kinderprinzessin Paula I. in Begleitung von Bürgermeisterin Larissa Weber ihrem Volk zeigte.

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