Mit Caya entsteht in Waldbröl eine neue Anlaufstelle, die queeren Jugendlichen Beratung, Austausch und Unterstützung bietet.
Queere JugendCaya eröffnet Anlaufstelle in Waldbröl

Benno Triller und Marie Brück (M.) stellten mit Partnern und Förderern die neue Anlaufstelle Caya vor.
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Mit „Come as you are“ – kurz Caya – entsteht im Oberbergischen Kreis erstmals eine Anlaufstelle, die sich gezielt an queere Jugendliche und junge Erwachsene richtet. Beim offiziellen Auftakt in den Räumen der gemeinnützigen Gesellschaft VSB in Waldbröl stellten die Verantwortlichen das Projekt, ihre Ziele und die geplanten Angebote vor. Dabei wurde deutlich: Caya soll weit mehr sein als eine klassische Beratungsstelle.
Resonanz schon vor dem Projektstart
Gestartet ist Caya bereits im Mai. Schon in den Monaten zuvor war das Interesse jedoch groß: Noch vor dem offiziellen Start gingen zahlreiche Anfragen bei Brück und Triller ein. Gefördert wird das Projekt zunächst bis Juni 2028 zu 70 Prozent über das Leader-Programm. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 192.300 Euro. Unterstützt werden unter anderem zwei Personalstellen, Veranstaltungen, Workshops sowie die Öffentlichkeitsarbeit.
Im Mittelpunkt des Projekts Caya steht die Schaffung eines sicheren Ortes für junge Menschen, die Fragen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt haben oder sich einfach ohne Vorbehalte begegnen möchten. Neben Einzelberatungen sollen regelmäßige Treffen, Workshops, Freizeitangebote und Veranstaltungen stattfinden.
Mehr als eine Beratungsstelle
„Wir wollen niemanden ausschließen. Alle Interessierten sind willkommen“, betonte Marie Brück. Gleichzeitig gehe es darum, einen Raum zu schaffen, in dem sich Jugendliche nicht erst erklären müssten. „Community-Building“ spiele dabei eine wichtige Rolle. Junge Menschen sollen Kontakte knüpfen, sich austauschen und gegenseitig stärken können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beratung von Eltern, Lehrkräften und Fachkräften. Caya versteht sich dabei nicht als therapeutisches Angebot. Wer weitergehende Hilfe benötigt, soll an passende Beratungsstellen oder therapeutische Angebote vermittelt werden. „Wir möchten Orientierung geben und Menschen an die richtigen Stellen weitervermitteln“, erklärte Triller.
Die Verantwortlichen hoffen, dass das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt langfristig Bestand haben wird. Voraussetzung dafür seien neben einer erfolgreichen Arbeit auch weitere finanzielle Mittel. „Unser Ziel ist es, das Angebot dauerhaft im Oberbergischen Kreis zu etablieren“, sagte Brück.
Interessierte finden Informationen, Veranstaltungshinweise und Kontaktmöglichkeiten auf der neuen Internetseite. www.caya-oberberg.de
