Kirsten Marizy aus Waldbröl-Rottland ist Comiczeichnerin. In kleinen Bildergeschichten lässt sie zwei Mäuse - Heike und Heiko - lebendig werden.
Tierische ComicsKirsten Marizy aus Waldbröl zeichnet Mäuse

Kirsten Marizy möchte Menschen mit den Abenteuern ihrer Mäuse zum Lachen bringen.
Copyright: Siegbert Dierke
Heike und Heiko sind zwei Mäuse, die allerhand erleben. Die beiden Freunde besitzen ein kuscheliges Haustier, das Wollpullie heißt, und sie treffen sich regelmäßig mit Minna und Ferdi, um zu plaudern, Boot zu fahren oder das aktuelle Geschehen zu kommentieren.
Das alles tun sie in Form von kurzen Comiczeichnungen, die der Feder von Kirsten Marizy entspringen. Sie hat Heike und Heiko Mitte der 1990er Jahre erfunden, als ihre Schwester – die Namensgeberin von Heike und Mäusefan – sich ein Türschild wünschte. Auf diesem Schild tauchten die beiden dann also zum ersten Mal auf.

Heike und Heiko, ein Comic von Kirsten Marizy
Copyright: Katja Pohl
Und nun sind sie wieder da, denn Mitte Dezember 2025 sagte ihr Bruder Marius zu ihr: „Mach doch noch mal was mit den Mäusen von damals.“ Heike und Heiko spuken seitdem mit ihren Gesprächen zu Tankfüllungen, Handys oder der Umstellung auf die Sommerzeit wieder in ihrem Kopf herum.
Sie sind immer noch etwa Mitte 20 und hoffen mit ihrer Schöpferin auf eine Veröffentlichung. „Es wäre schon toll, wenn sich ein Verlag oder eine Zeitschrift finden ließe, die meine kleinen Geschichten abdruckt“, sagt Kirsten Marizy.
Schon als Schülerin hat sie gerne gezeichnet
Gezeichnet hat die Waldbrölerin immer schon. In der elften Klasse des Hollenberg-Gymnasiums gab es eine engagierte Kunstlehrerin, die die Grundlagen vermittelte und Lust auf eigenen künstlerischen Ausdruck machte. „Das Talent war da, doch der Wunsch, Pferdewirtin zu werden und mit den Tieren im Freien arbeiten zu können, war letztlich größer als der, Kunst zu studieren,“ erinnert sich Kirsten Marizy.
Ihre beiden Leidenschaften, die für die Pferde und die fürs Malen, konnte die 60-Jährige aber dennoch über die Jahre immer wieder zusammenbringen. Sie zeichnete Pferde mit Kohlestiften, arbeitete sie als beeindruckende Skulpturen aus Speckstein heraus.
An ihren Wänden hängen zudem großformatige Ölbilder. Sie zeigen Landschaften, die Kirsten Marizy nach Fotos gemalt hat, die aber doch eine ganz eigene Handschrift tragen und fast märchenhaft wirken. Dass Marizy einen Blick für Motive hat, zeigt sich auch in ihren Fotografien.
Ähnlich wie das Zeichnen, begleiteten auch Comics die Waldbrölerin seit ihrer Jugend. Asterix und Obelix oder Lucky Luke hatten es ihr angetan, manche der bunten Bildergeschichten bringen sie heute noch zum Lachen. Und das möchte sie nun auch mit ihren detailreichen Zeichnungen, die immer einen zweiten Blick wert sind: Menschen mit den Abenteuern ihrer Mäuse zum Lachen bringen.
