Aussteller ist die Verwaltung des Naturparks Bergisches Land, die eine noch engere Zusammenarbeit bewirken und nachhaltiges Reisen fördern möchte.
TourismusNeues Zertifikat besiegelt Partnerschaften in den Kreisen Oberberg und Rhein-Berg

Ein neues Zertifikat des Naturparks Bergisches Land weist ab sofort Institutionen als verlässliche Partner der Ausflugsregion aus. Im Waldbröler Naturerlebnispark Panarbora sind jetzt die ersten drei Zertifikate vergeben worden – an Panarbora, an die Kur- und Touristinfo der Gemeinde Reichshof sowie an das Naturfreundehaus Hardt in Bergisch Gladbach.
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Auf dem Boden des Naturparks Bergisches Land soll ein Netzwerk wachsen und Menschen zusammenbringen, die da für die Freizeit und den Tourismus unterwegs sind, die andere unterrichten in Sachen Natur und Umwelt und die Gäste an die Tische in der Gastronomie bringen. Dafür suchen die Hüterinnen und Hüter des Naturparks Partnerschaften.
Allerdings: Partnerin oder Partner darf sich längst nicht jeder nennen – sondern nur, wer ab sofort das bunte Kunststoff-Siegel des Verbandes Deutscher Naturparke an der Pforte hängen hat. Am Montag (8. Juni 2026) hat Jens Eichner, Geschäftsführer des Naturparks Bergisches Land, im Waldbröler Naturerlebnispark Panarbora die ersten drei dieser neuen Zertifikate vergeben.
Erhalten haben die der Gastgeber, Panarbora, die Kur- und Touristinfo des Ferienlandes Reichshof sowie das Naturfreundehaus Hardt, das in Bergisch Gladbach-Herkenrath zu finden ist. „Das Bergische Land hat viel mehr zu bieten als reizvolle Landschaften“, betonte Oberbergs Landrat Klaus Grootens. „Es ist ein Erholungsraum, aber auch ein Lebensraum, den es zu bewahren gilt.“
Naturpark Bergisches Land erstreckt sich auf einer Fläche von fast 2030 Quadratkilometern
Auf fast 2030 Quadratkilometern erstreckt sich der Naturpark – von Köln bis ans Sauerland, von der Wupper bis an die Sieg. Das neue Netzwerk, so Grootens, solle bewirken, dass die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Akteure noch besser, noch enger, noch engagierter werde. „Schließlich lebt es von den Institutionen und Betrieben.“
Die nachhaltige Entwicklung sei daher eines der obersten Ziele, betonte auch Jens Eichner, bevor er das erste Siegel an die Familie um Benni Stapf und Tina Liebmann überreichte. Diese führt seit zwölf Jahren das Naturfreundehaus Hardt, in dem nicht nur Gästetische stehen, sondern auch 30 Betten für Schulklassen. Wie naturnaher Unterricht und Erlebnispädagogik dort funktionieren, erkläre Stapf und deutete dabei auf die Kinder Janosch (12), Joshua (11) und Hannah (7): „Die drei kümmern sich um unsere Ziegen.“
Reichshofs Bürgermeister Jan Gutowski arbeitet dort, wo andere Menschen Urlaub machen
Für Reichshofs Bürgermeister Jan Gutowski ist das Siegel die letzte Bestätigung, dass das Team der Kur- und Touristinfo alles richtig macht: „Und so arbeite ich dort, wo andere Urlaub machen.“ Ihm gebe das bergische Grün stets das Gefühl von Zuhause, setzte der Rathauschef hinzu.
Ihnen gehe es vor allem darum, wie die heimische Natur in den Blick zu rücken und zu zeigen, dass naturnaher Tourismus möglich sei und die Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch dazu stehe, schilderten Katja Wonneberger-Kühr und Laura Pfeiffer von der im heilklimatischen Kurort Eckenhagen beheimateten Anlaufstelle. Als jüngstes Beispiel dafür nannte Leiterin Wonneberger-Kühr den neuen Gesundheitsweg.
Für den etwas mehr als zehn Jahre alten Naturerlebnispark beschrieb dessen Chef Kevin Deppe derweil das Management von Tagesbesucherinnen und Tagesbesuchern sowie der Übernachtungsgäste in der zugehörigen Jugendherberge mit ihren globalen drei Dörfern und den Stelzenhäusern als größte Herausforderung, heute sei Panarbora wohl das Leuchtturmprojekt des Landesverbandes Rheinland im Deutschen Jugendherbergswerk. Ebenso verweis Steffen Minas aus dem Vorstand des Landesverbandes auf die besondere Stellung des Geländes unter den fünf bergischen Herbergen.
104 Naturparke sind zurzeit in Deutschland ausgewiesen von den beiden Küsten bis hinunter in die höchsten Gebirge. Und 37 von ihnen vergeben fortan das Partnerschaftssiegel – nach einer gründlichen Bewertung durch Projektleiterin Janine Lattarulo vom Tourismusverband „Das Bergische“, wie Naturpark-Chef Jens Eichner zudem ausführte. Gestartet ist das Programm vor etwa zwei Jahren, nun ist es auch im Bergischen angekommen.
