Schon zum 22. Mal fand an diesem Wochenende das Treckertreffen in Waldbröl-Bech statt. Zu den Höhepunkten zählte ein Kräftemessern der Schlepper.
TreckertreffenKräftemessen der schweren Maschinen in Waldbröl

Die Baumstämme, die die Schlepper ziehen, wiegen zwischen 500 Kilo und zwei Tonnen.
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Wer am Wochenende auf den Straßen in Richtung Waldbröl-Bech unterwegs war, der konnte die vielen Traktoren nicht übersehen. Egal ob alleine im Fahrzeug oder in Karawanen unterwegs, alle Fahrer hatten ein ganz bestimmten Ziel: das Festgelände oberhalb der Brölstraße. Dort fand bereits zum 22. Mal die traditionelle Trecker-Fete statt, die große und kleine Fans der Landmaschinen in Scharen anlockte.
Bereits von Weitem zu erkennen war der riesige, an einem Kran hängende Lastenfallschirm. Mit einem Durchmesser von 30 Metern war über das Gelände gespannt, wobei zwölf Trecker von Nöten waren, ihn zu sichern, damit zuverlässig Schatten gespendet werden konnte. Das nutzten die Besucher, die bereits zu Beginn der Trecker-Fete zahlreich auf der Wiese eingefunden hatten, gerne aus. Denn am Samstag spielte das sommerliche Wetter dem Team Bech, das die Veranstaltungreihe von Anfang organisiert, in die Karten.
Mit einer Geburtstagsfeier fing alles an
„Auslöser war eine Feier zum 18. Geburtstag, die unser 1. Vorsitzender Andre Simon mit einem weiteren Geburtstagskind schmiss. Wir dachten damals, warum eigentlich kein Trecker-Treffen organisieren, denn jeder, den wir hier kennen, hat etwas mit Landwirtschaft und Treckern zu tun“, berichtete Christian Winkels, Kassierer des Team Bech.
Den passenden Veranstaltungsort hatte man auch direkt vor der Tür - die weitläufigen Wiesen oberhalb der Brölstraße gehören der Familie Simon. Gesagt, getan: 2002 stieg erstmals die Trecker-Fete. Schon damals auf zwei Tage ausgelegt, sollte sich sowohl Samstag als auch Sonntag fast alles um Landmaschinen aller Art drehen. Das die Veranstaltung mittlerweile längst Kultstatus erreicht hat, sieht man auch an den Nummernschildern der modernen, alten und historischen Fahrzeuge, die sich in großer Anzahl auf der Wiese versammelt hatten.
Mehrere Hundert Treckerfahrer reisen an
„Wir bekommen nicht nur Besuch aus der näheren Umgebung von Bech, sondern auch unter anderem aus dem Westerwald oder Bergisch Gladbach. Wie viele es genau sind, ist immer schwer zu sagen, weil wir keinen Eintritt erheben, aber wir schätzen, dass es schon mehrere Hundert an der Zahl sind, die mit ihren Traktoren anreisen“, sagt Winkels.
Bei der „Party unterm Fallschirm“ am Abend, wo ein DJ für Tanzmusik sorgt, werden dann auch gut 3000 Menschen erwartet. Bis dahin aber sorgen viele kleine Buden mit Essen, Getränken und Spiel für jede Menge Spaß bei den großen und kleinen Besuchern.
Besonders das Baumstamm-Ziehen weckt großes Interesse, sowohl bei den männlichen als auch den weiblichen Zuschauern. Begeistert stehen sie am Zaun und beobachten das Kräftemessen. Es gilt, einen Baumstamm von 500 Kilogramm bis zwei Tonnen Gewicht über den Boden zu ziehen. „Jeder will zeigen, was in seiner Landmaschine steckt und was der Schlepper so her gibt“, lacht Winkels, und sagt, dass das Kräftemessen unter den Jungs ebenso Kult sei wie die Trecker-Fete als solche.
Am Sonntag derweil ging es etwas gemütlicher zu und die Familie stand im Mittelpunkt. Neben einem zünftigen Frühschoppen standen Kaffee und Kuchen im Angebot und auch für die Kinder gab es reichlich Angebote, damit keine Langeweile aufkommen konnte.
