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Finanzierung noch unklar
Oberbergs Politik vertagt Entscheidung zur Monti-Zukunft

2 min
Zu sehen sind drei Monti-Taxis

Als oberbergisches Erfolgsmodell werten alle im Kreistag vertretenen Parteien den Monti. Nur über die Finanzierung wollen einige vor der Absegnung des Zukunftskonzeptes noch einmal reden. 

Einig sind sich alle, dass Monti weiterfahren soll. Allerdings müssen die 1,25 Millionen Euro pro Jahr auch im Haushalt zur Verfügung stehen. 

Noch keine politische Entscheidung gibt es zum Zukunftskonzept des On-Demand-Angebots Monti für die Zeit nach dem 1. Januar 2027. Die FDP meldete am Montagabend im Entwicklungsausschuss des Kreistags noch Beratungsbedarf an und auch die UWG mahnte an, die Verwaltung müsse noch näher erläutern, wie die geschätzten 1,25 Millionen Euro pro Jahr über den Kreishaushalt finanziert werden könnten.

Monti soll auch nach Silvester 2026 durch Oberberg rollen

Vor der Kreistagssitzung am Donnerstag, 25. Juni, wird das Konzept nun den Kreisausschuss beschäftigen, der genau eine Woche zuvor tagt. Allerdings soll es dann ausschließlich um die Finanzierung gehen – dass Monti auch nach Silvester 2026 in Oberberg weiterrollt, aber eben anders, ist der Wunsch aller Parteien.

Genau das ist die Zukunft des modernen ÖPNV.
Wolfgang Lenz (AfD) über das Zukunftskonzept des Monti

Wie berichtet, soll Monti von einem „On-top-Angebot“ zu einem festen Bestandteil des oberbergischen ÖPNV werden. Knapp erklärt, sollen durch Umstrukturierungen vor allem Parallelfahrten vermieden werden. Monti soll die Fläche bedienen, die Buslinien die oberbergischen Hauptachsen. Durch den Umbau des Liniensystems sollen künftig außerdem mehr Fahrgäste den Monti nutzen können. Aber: Es soll nicht mehr Fahrzeuge geben und die bisherigen Bediengebiete Wiehl/Nümbrecht und Marienheide sollen (wenn auch leicht vergrößert) beibehalten werden.

Genau diesem Umstand müsse der Kreis geschickt begegnen, mahnte Sebastian Schäfer (Grüne) an – denn etwa aus Morsbach gebe es ja inzwischen auch den Antrag, die Gemeinde an den Monti anzubinden. Sebastian Franken (FDP) gab zu bedenken, dass alle Kommunen für den Monti zahlen, er aber nicht überall fahren wird.

Dagegen warnte Moritz Müller (CDU) ausdrücklich davor, die Städte und Gemeinden bei der ÖPNV-Umlage gegeneinander auszuspielen. Auch Thorsten Konzelmann (SPD) zeigte sich überzeugt, „dass das neue Konzept die Starrheit der Gemeindegrenzen langfristig aufheben wird“. Und Wolfgang Lenz (AfD) lobte: „Genau das ist die Zukunft des modernen ÖPNV.“