Silke und Saskia Schmidt aus Wiehl sammelten in Paris 25 Unterschriften deutscher Olympiateilnehmer auf einer Deutschlandfahne.
Sommerwettbewerb25 Autogramme erzählen von Olympia in Paris

Silke Schmidt aus Wiehl zeigt ihr liebstes Urlaubsmitbringsel: eine Deutschland-Fahne mit 25 Autogrammen deutscher Olympia-Athletinnen und -Athleten.
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Eine Deutschland-Fahne voll olympischer Erinnerungen ist für Silke Schmidt aus Wiehl das wertvollste Andenken, das sie von einer Reise mitgebracht hat. Denn auf dem schwarz-rot-goldenen Stoff haben sich bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris insgesamt 25 deutsche Athletinnen und Athleten verewigt – darunter auch einige Olympiasieger.
Die Reise in die französische Hauptstadt war ein Abiturgeschenk für ihre Tochter Saskia, die 2022 die Schule beendet hat. Mutter und Tochter verbindet nicht nur die Begeisterung für Olympia, sondern vor allem die Leidenschaft für den Schwimmsport. Saskia Schmidt schwimmt selbst, auch Silke Schmidt war früher aktive Schwimmerin und lernte auch ihren Mann über den Sport kennen.

Tochter Saskia Schmidt (l.) nutzte die Olympischen Spiele auch für ein Foto mit Triathletin Laura Lindemann.
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Schon lange vor der Abfahrt zeigte sich allerdings, dass Olympia auch organisatorisch eine Herausforderung werden würde. Rund zwei Jahre im Voraus bemühten sich die beiden Frauen um eine Unterkunft. Mehrere Buchungen wurden jedoch wieder storniert und waren später nur noch zu einem deutlich höheren Preis verfügbar. Auch die Deutschland-Fahne bereitete unerwartete Schwierigkeiten.
„Eine besondere Geschichte war alleine schon die Aktion, diese Fahne zu kaufen. Wir sind fast nahtlos vom Dänemark-Urlaub nach Paris gefahren und haben zwischen Flensburg und Eckernförde nahezu jedes Geschäft abgeklappert, bis wir endlich in einem Baumarkt eine Deutschland-Fahne bekommen haben.“ Mit Blick auf die Riesenauswahl an Fanartikeln zur jüngsten Fußball-WM sei das kaum vorstellbar. Hinzu kam, dass die Fahne bestimmte Größenvorgaben erfüllen musste, damit sie überhaupt in die Wettkampfstätten mitgenommen werden durfte.
Die Fahne war immer dabei
Mit der Deutschland-Fahne im Gepäck besuchten Mutter und Tochter unter anderem das Hallenschwimmfinale, den Triathlon mit dem Olympiasieg der deutschen Mixed-Staffel, die Leichtathletik-Qualifikationen sowie den Place de la Concorde, dort haben unter anderem die Wettbewerbe BMX, Skateboard, Breaking und 3x3-Basketball stattgefunden.
Auf diesem Platz erlebten die beiden beim Public Viewing auch den dramatischen Viertelfinalsieg der deutschen Handballer gegen Frankreich nach Verlängerung. Außerdem gehörten eine Stadtrundfahrt und der Besuch des Eiffelturms zu ihrer Reise.
Besonders gespannt blickten beide auf die Freiwasser-Schwimmwettbewerbe in der Seine, deren Austragung wegen der Wasserqualität lange unsicher war. „Um 4.30 Uhr hat der Wecker geklingelt, damit wir gucken konnten, ob die Freiwasser-Wettkämpfe überhaupt stattfinden oder nicht.“
Um 4.30 Uhr hat der Wecker geklingelt, damit wir gucken konnten, ob die Freiwasserwettkämpfe überhaupt stattfinden oder nicht
Die ersten Autogramme landeten eher zufällig auf der Fahne. Nach dem Triathlon kamen Saskia und Silke Schmidt am Athletenausgang vorbei und bemerkten, dass dort zahlreiche Menschen warteten. Sie reihten sich spontan ein – und wurden belohnt. Der erste Sportler, der sich auf der Deutschlandfahne verewigte, war Triathlon-Legende Jan Frodeno. Auch in den Fanzonen gelang es ihnen, weitere Unterschriften zu sammeln.
Am Ende hatten sich 25 deutsche Athletinnen und Athleten auf der Fahne verewigt. Darunter finden sich unter anderem die Namen von Laura Lindemann, Tim Hellwig, Julian Weber, Niklas Wellen oder Max Lemke. Besonders freut sich Silke Schmidt über die Unterschrift von Laura Lindemann, eine ihrer Lieblingsathletinnen. Ausländische Sportler unterschrieben bewusst nicht – die Fahne sollte ausschließlich Erinnerungen an das deutsche Team festhalten.
Damit von der Reise nichts in Vergessenheit gerät, machte sich Silke Schmidt bereits auf der Zugfahrt nach Hause zu jedem Tag Notizen. „Das waren so viele Eindrücke und Erinnerungen, die hätte ich mir sonst gar nicht alle merken können“, sagt sie.
Für die nächsten Olympischen Spiele hat sie außerdem schon vorgesorgt: Nachdem die Suche nach einer Deutschland-Fahne damals so schwierig war, hat sie sich inzwischen einige Deutschland-Fanartikel auf Vorrat gekauft.
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