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SchulneubauSondersitzung zum Wiehler Gymnasium ist verschoben

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Die grafische Visualisierung zeigt ein modernes Schulgebäude.

Der Neubau des Bonhoeffer-Gymnasiums würde nach den vorliegenden Plänen rund 75 Millionen Euro kosten.

Die Wiehler Ratsfraktionen haben noch Beratungsbedarf. Die Entscheidung soll nun am 20. Februar fallen.

Die Entscheidung über Sanierung und/oder Neubau des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums wiegt millionenschwer. Kein Wunder, dass die Wiehler Ratsfraktionen nun weiteren Beratungsbedarf angemeldet haben. Die für den kommenden Dienstag, 6. Februar, angesetzte Sondersitzung des Wiehler Stadtrats, ist verschoben worden, teilt die Stadt Wiehl mit. Die Sitzung soll nun zwei Wochen später, am Dienstag, 20. Februar, 17.30 Uhr, in der Wiehltalhalle einberufen werden.

Grundlage der politischen Überlegungen sind aktualisierte Kostenrechnungen auf der Basis der „optimierten Wettbewerbsvariante“ des Gymnasiumsneubaus. Rund 75 Millionen Euro sind als Gesamtkosten angesetzt. Den Fraktionen wurden im Dezember verschiedene Varianten der Finanzierung dieser Investition vorgelegt, die mit heiklen Fragen verbunden sind: Wie viel kann man an anderer Stelle einsparen? Und wie hoch sollte man die Steuern erhöhen?

Wiehler Fraktionen wollen sich abstimmen

Die Beratung innerhalb der Fraktionen ist noch nicht abgeschlossen, ganz zu schweigen von den parteiübergreifenden Gesprächen. Die Grünen-Fraktion wollte das Thema am Dienstagabend besprechen, die CDU hat für Donnerstagabend ein Treffen angesetzt. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Larissa Gebser erklärt die Verschiebung der Ratsentscheidung damit, dass sich die Politik besonders gewissenhaft mit den vorliegenden Zahlen beschäftigen müsse. „Diese Investition ist mit einer hohen Verantwortung verbunden.“

Gebser hat den Umbau des Wiehler Gymnasiums nach den vorliegenden Plänen in der Dezembersitzung als „völlig unrealistisch“ zurückgewiesen. SPD, FDP, Grüne und UWG zeigten sich dagegen geneigt. Gebser geht davon aus, dass die CDU am Donnerstag zu einer Entscheidung kommt. Danach wolle man mit den anderen Fraktionen sprechen. „Ein Konsens wäre wünschenswert.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Carlo Riegert geht noch weiter: „Eine möglichst große Einigkeit ist bei dieser finanziellen Größenordnung unbedingt notwendig.“ Er gebe die Hoffnung nicht auf, dass es zu einer gemeinsamen Lösung mit der CDU kommt. Bis zur Entscheidung am 20. Februar seien noch viele Beratungen erforderlich, sowohl in der eigenen, als auch zwischen den Fraktionen. Eine Zwischenstand könne er nicht geben. „Die Meinungsbildung ist im Gange.“

Vizebürgermeisterin Barbara Degener berichtet aus der Grünen-Fraktion, dass die Verschiebung der Schulbauentscheidung nicht von ihrer Partei ausgegangen sei. Angesichts dieser „hammerschweren Entscheidung“ in den Zeiten einer unkalkulierbaren wirtschaftlichen Entwicklung sei eine längere Beratungszeit aber sinnvoll. Die Grünen seien im Anschluss an ihre Sitzung offen für einen Austausch mit den anderen Fraktionen.

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