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PlanungsausschussStadt Wiehl erschließt neue Wohnbaugebiete

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Häuser werden in einem Neubaugebiet gebaut.

Die Stadt Wiehl will ihre Einwohnerzahl halten und setzt auf neue Häuser.

Im Ortsteil Neuklef kommen 25 Grundstücke auf den Markt. Auch der „Drabenderbogen“ nimmt nun Form an.

Die Stadt Wiehl fördert den Wohnungsbau. So möchte sie im Ortsteil Neuklef   ein neues Baugebiet ausweisen. Der Planungsausschuss des Stadtrates hat nun einstimmig für einen entsprechenden Bebauungsplan gestimmt. Es handelt sich um 25 Grundstücke an der Straße „Auf dem Buhlscheid“ von insgesamt 3,5 Hektar Größe.

Der Aufstellungsbeschluss reicht bereits fünf Jahre zurück. Aufgrund von Anregungen aus einer ersten Bürgerbeteiligung wurde die Planung geändert, unter anderem musste die Straßenplanung neu ausgeschrieben werden. Zudem ging zwischendurch ein beauftragtes Ingenieurbüro pleite, berichtet Fachbereichsleiter Marcus Köster.

Maximal zwei Geschosse in Neuklef

Nun soll es angesichts des dringenden Bedarfs vorangehen. Die Häuser werden maximal zweigeschossig sein, zugelassen sind Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser. Die Erschließung erfolgt über eine Ertüchtigung der vorhandenen Straßenzüge „Auf dem Buhlscheid“ und „Alte Wiese“. Daran soll der private Investor beteiligt werden.

Unterdessen ist auch die Bebauung des Drabenderhöher Gebiets „Auf der Höhe“ einen Schritt weiter. Der Planungsausschuss hat für das Gelände am Ortseingang Richtung Brächen eine formelle Bauleitplanung eröffnet und   die Verwaltung beauftragt, die dafür notwendigen   Untersuchungen durchzuführen.

Wie Fachbereichsleiter Marcus Köster erläuterte, geht es um die Verwirklichung dessen, was bei der   mehrteiligen Bürgerwerkstatt besprochen wurde. Weitere Bürgerbeteiligungen würden folgen. Zunächst will die Stadt nur Pläne für den unteren Bereich nahe der Verbrauchermärkte entwickeln, den sogenannten „Drabenderbogen“. Dort soll auch Gewerbe angesiedelt werden. Dienstleister wie Pflegedienste haben bereits Interesse signalisiert.

Die Fraktionen sind nun aufgerufen, sich mit ihren politischen Vorstellungen einzubringen. Ralph Bonfanti (Grüne) stellte den Sinn der ganzen Bauleitplanung in Frage und stimmte am Ende dagegen. Er sehe nicht den Bedarf, auch vor dem Hintergrund, dass anderenorts neuer Wohnraum entstehen wird. Dominik Seitz (FDP) widersprach mit Hinweis auf die Bürgerwerkstatt. Bürgermeister Ulrich Stücker plädierte ebenfalls für die Erschließung von neuen Wohnungsbauflächen. Andernfalls werde man die Einwohnerzahl nicht halten können.