Im Landgerichtsprozess gegen zwei mutmaßliche Trickbetrüger sagte ein Polizeibeamter aus.
TrickbetrugZwei Verdächtige gingen der Polizei in Wiehl in die Falle

Die beiden Tatverdächtigen müssen sich vor dem Kölner Landgericht verantworten.
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Wie es von einer von Polizisten in Offenbach am Main durchgeführten Telefonüberwachung zur Festnahme von zwei mutmaßlichen Trickbetrügern im November 2025 in Wiehl kam, das erklärte am Montag der Ermittlungsleiter (22) der Kreispolizeibehörde Oberberg vor dem Kölner Landgericht. Vor der 23. Großen Strafkammer wird dort seit vorvergangener Woche gegen zwei damals in dem Zusammenhang in Wiehl geschnappten Männern (35 und 40) wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs verhandelt. Opfer in den Trickbetrug-Fällen waren, wie so oft, lebensältere Menschen, denen Betrüger am Telefon weismachten, wegen verdächtiger Geldbewegungen auf den Konten der Opfer müssten ihre EC-Karten in einem Labor überprüft werden. Mit den zusätzlich ergaunerten Pin-Nummern hoben die Täter dann Geld von den Konten ihrer Opfer ab.
Seniorin ist nicht auf den Betrugsversuch hereingefallen
Unter ihnen sind laut Anklage auch zwei jeweils 85 Jahre alte Männer aus Overath und Wiehl. Der Beamte erklärte dem Gericht, dass der 25. November 2025 ein normaler Bürotag gewesen sei, bis auf der Leitstelle der Anruf der Offenbacher Kollegen eingegangen sei. „Die Kollegen teilten mit, dass Telefonbetrüger in Wiehl auf der Suche nach Opfern sind“, sagte der Beamte. So sei von dem überwachten Anschluss, der von einer vermeintlichen Mitarbeiterin der Bankenaufsicht namens Lena Meisner genutzt wurde, versucht worden, von einer Seniorin EC-Karte und Pin zu erhalten. „Die Dame war aber noch so fit, dass sie nicht auf den Betrugsversuch reingefallen ist, sondern einfach aufgelegt hat.“ Dennoch seien er und ein Kollege in Zivil mit dem Auto durch Wiehl gefahren, um Verdächtige zu suchen.
Wenig später hätten die Kollegen aus Offenbach einen weiteren Betrugsversuch gemeldet. „Es hieß, ein Bruno Costa werde in zehn Minuten eine EC-Karte an der entsprechenden Adresse abholen“, berichtete der Beamte weiter. Dort habe man dann die beiden Angeklagten dingfest machen können, nachdem beide zunächst zu flüchten versucht hatten. Während der 35-Jährige bereits am ersten Verhandlungstag ein Geständnis abgelegt hatte, gab am Montag auch der 40-Jährige eine Einlassung ab. Demnach habe der 40-Jährige seinen Bekannten zwar im Auto begleitet. Eine Beteiligung an den Taten bestritt er hingegen. Verteidiger David Nahvipour erklärte: „Mein Mandant sollte nicht – wie hier angeklagt ist – eine Tat absichern.“ Der 35-Jährige blieb auf Nachfrage des Vorsitzenden Michael Greve aber bei seiner Aussage: Der 40-Jährige habe gewusst, worum es gehe – und sei mitgekommen: „Als psychologische Unterstützung“, wie er weiter sagte. Der Prozess wird fortgesetzt.
