Trotz Unmut der AnwohnerWaldrodung in Dreibholz wird fortgesetzt

Die ersten Stämme sind schon gefällt worden.
Copyright: Joachim Gies
Wiehl – Die Rodung des Waldes bei Wiehl-Dreibholz wird fortgesetzt. Ein Gespräch mit Bürgermeister Ulrich Stücker hat nicht dazu geführt, dass Waldeigentümer Rainer Galunder von seinem Plan abrückt, die Bäume fällen zu lassen. Rechtliche Mittel gegen die Rodung stünden der Stadt nicht zur Verfügung, stellt Stücker fest. Er habe ein Kaufangebot unterbreitet, man habe sich aber nicht auf einen Preis einigen können.
Buchen und Eichen bleiben nicht stehen
Damit ist auch nicht absehbar, dass Galunder auf das erneuerte Angebot der Anwohner eingeht, das Grundstück „zum ortsüblichen Waldpreis“ abzukaufen. Der Eigentümer hat nach eigenen Angaben zudem den Vorschlag des Bürgermeisters abgelehnt, die Buchen und Eichen als Zugeständnis an die Anwohner freiwillig stehen zu lassen. „Nicht nach dem, was mir hier passiert ist“, sagt Galunder. Er spricht von „Nötigung“ und „Hetze“. Außerdem seien die Bäume ohnehin längst verkauft. Er versichert, dass er mit der Rodung nur den ursprünglichen Plan umsetzt, das Gelände forstwirtschaftlich zu nutzen. Als er das Gelände gekauft habe, sei von einer Bebauung noch gar keine Rede gewesen.
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Anwohnerin möchte Teilbestand der Bäume erhalten
Derweil erneuert Anwohnerin Astrid Wilhelmi den Vorwurf der Umweltzerstörung. Der Eigentümer nehme durch das Fällen der Bäume Fledermäusen den Lebensraum. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass er das will, hat er doch den Bau von Windrädern in Nümbrecht verhindert, weil eben diese Fledermäuse dort in der Gefahr standen, getötet zu werden, weil sie in die Windradflügel geraten könnten.“ Und selbst wenn Bäume gefällt werden sollen: „Eine nachhaltige Bewirtschaftung erfordert bei jeder Erntung von Bäumen, dass der Bestand zu einem solchen Teil erhalten bleibt, dass er den Neuanpflanzungen Schutz vor Wind und Wetter, schädlichen Umwelteinflüssen gibt und zusätzlich genügend Wasser im Boden hält.“
Rainer Galunder geht dagegen davon aus, dass das gerodete Gelände sich über Naturverjüngung wieder selbst begrünt. Schon bald würden dort wieder Eichen, Hainbuchen und Vogelkirschen wachsen.



