Die DLRG Wipperfürth erweitert ihr Einsatz- und Ausbildungszentrum. Mehr als 600.000 Euro soll das Projekt kosten.
DLRG in WipperfürthSpatenstich für mehr Platz und bessere Einsatzbedingungen

Gute Laune herrschte beim ersten Spatenstich für den DLRG-Anbau.
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Nun ist es für die DLRG-Ortsgruppe Wipperfürth endlich soweit. Am Samstag erfolgte der offizielle erste Spatenstich für den zweigeschossigen Anbau am bereits existierenden Einsatz- und Ausbildungszentrum neben dem Walter-Leo-Schmitz-Bad. „Wir als DLRG freuen uns über den Baubeginn des neuen Gebäudes hier und hoffen mit unserer großen DLRG-Familie auf eine Einweihung im Frühjahr 2027“, sagte Heike Radder, 1. Vorsitzende der DLRG Wipperfürth.
Radder begrüßte, gemeinsam mit einigen DLRG-Mitgliedern, zum Spatenstich Landrat Klaus Grootens, den Schirmherrn des Projektes Christian Berger (MdL), Wipperfürths Bürgermeisterin Anne Loth und Vertreter des Geldgebers Leader Bergisches Wasserland, Martin Deubel und Bärbel Bosbach, sowie weitere Sponsoren. Dazu zählten Heike Schuy vom Unternehmen Jokey, Helmut Vilmar, Vorstand der Volksbank Berg. Auch die Architekten Christine Willenbrinck und Bernd Broichhaus sowie Hans-Dieter Wysuwa, Vorsitzender des Bauausschusses, waren vor Ort.
Die ursprüngliche Kalkulation der Architekten lag bei 240.000 Euro. Aktuell sind wir bei über 600.000 Euro
Schon länger benötigt die DLRG mehr Platz. „Die bestehende Fahrzeug- und Ausbildungshalle ist inzwischen zu klein geworden und entspricht in wesentlichen Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen an Arbeitssicherheit und Unfallverhütung“, führte Radder aus. Im Jahr 2022 begannen schließlich konkrete Planungen für einen Erweiterungsbau, die Kosten bezifferten sich ursprünglich, laut der Kalkulation der Architekten, auf 240.000 Euro. „Aktuell sind wir bei über 600.000 Euro“, sagte Radder. Unerwartete Mehrkosten entstanden etwa beim Anschluss eines neuen Daches an den Altbestand.
Das europäische Leader-Förderprogramm steuert 2023 einen Zuschuss über 250.000 Euro bei. Es folgten 50.000 Euro seitens der Voss-Stiftung, je 10.000 Euro seitens der Firma Jokey sowie der Volksbank Berg. Dazu kamen Fördergelder vom DLRG-Bundesverband, dem Landesverband sowie dem Bezirk in Höhe von 68.600 Euro. Die Stadt Wipperfürth unterstützt das Projekt mit einer Ausschüttung der Kreissparkasse Köln in Höhe von 22.000 Euro. Darüber spendeten private Personen und weitere Wipperfürther Firmen Gelder für das DLRG-Projekt.
Im Jahr 2024 erfolgte der Antrag auf Baugenehmigung, der im Mai 2026 bewilligt wurde. „Zwischenzeitlich sind die Kosten immens gestiegen und unsere Finanzierung weist aktuell noch eine Lücke von gut 80.000 Euro auf“, erklärte Heike Radder. Weitere Spenden seien deshalb erwünscht.
Im Erdgeschoss befindet sich eine ausreichend große Aufstellfläche für Gerätewagen und das Hochwasserboot. Eine rückseitige Ausfahrt bedeutet Zeitersparnis. Auch Umkleiden sowie Platz für modernes technisches Equipment stehen zur Verfügung. Im Obergeschoss befindet sich künftig ein großer Ausbildungs- und Schulungsraum. „Somit schaffen wir bessere und schnellere Bedingungen für unsere Einsatzkräfte und Räume für die Ausbildung – wir stärken das Ehrenamt und den Katastrophenschutz und danken allen Geldgebern für ihr Engagement“, resümierte Radder.
