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AufforstungGummersbacher Verein unterstützt Zukunftswälder im Bergischen

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Kay Wöning (Vorsitzender ZebiO), Waldbesitzer Franz Esser, ZebiO-Projektmanagerin Nasrin Degenring und Spenderin Martina Becker auf dem 1,2 Hektar großen Waldstück von Franz Esser zwischen Schwenke und Egen.

Sie forsten gemeinsam auf: (v.l.) Kay Böning, Franz Esser, Nasrin Degenring und Martina Becker.

Der Verein ZebiO aus Gummersbach bringt Spender und Waldbesitzer zusammen, um klimafeste Wälder aufzubauen.

Vielerorts im Bergischen liegen einst grün-vitale Fichtenwälder brach – in der Folge der Hitze- und Trockenheitssommer von 2018 und 2019 und der daraus resultierenden Explosion der Borkenkäferpopulationen. Die Folgen sind nach wie vor an weitreichenden Kahlschlägen sichtbar, die nun nach und nach mit Mischwäldern aufgeforstet werden. Es ist eine Aufgabe für die kommenden Jahrzehnte, da die neu gepflanzten Bäume lange Zeit für ihr Wachstum brauchen.

Klimaresistente Bäume

Auch in Oberberg finden zahlreiche Aufforstungsaktionen statt, die von privaten Initiativen ebenso getragen werden, wie von Waldbesitzern, dem Land, den Kommunen oder Vereinen. Darunter ist auch das Zentrum für Bioenergie „ZebiO“. „Wir sind ein lebendiges Netzwerk aus allen Bereichen unserer Gesellschaft – Handwerk und Industrie, Beratung und Medien, Ver- und Entsorger, öffentlichen und sozialen Einrichtungen, Bildungsträger, Planer und Architekten und viele weitere Akteure“, sagt Nasrin Degenring, Projektmanagerin bei „ZebiO“.

In Zusammenarbeit mit den Regionalförstern im Bergischen Land setzt „ZebiO“ das Projekt Zukunftswald um. Vorsitzender Kay Böning erklärt: „16.000 Hektar Wald sind durch den Borkenkäfer im Naturraum Bergisches Land zerstört worden, 9000 Hektar wurden bereits wieder aufgeforstet, 6000 stehen noch vor uns.“ In den Zukunftswäldern sollen Bäume gepflanzt werden, die „vielfältig und hinreichend klimaresilient“ sind und demnach aus mindestens fünf verschiedenen Baumarten bestehen sollen.

Spende hilft bei Wiederaufforstung zwischen Egen und Schwenke

In dem Projektrahmen bringt „ZebiO“ Waldbesitzer und potenzielle Spender zusammen. So auch in einem vom Borkenkäferbefall stark betroffenen Waldgebiet von 1,2 Hektar zwischen der Wipperfürther Ortschaft Egen und dem Ort Schwenke in Halver (Märkischer Kreis). Das Waldgebiet gehört Franz Esser. „Ich habe schon einiges neu bepflanzt. Dann wurde ich von unserem Revierförster angesprochen, es ging um eine Spende in Höhe von 500 Euro zur Wiederaufforstung“, berichtet der Waldbesitzer. Die Spenderin ist keine Unbekannte, Martina Becker kennt Franz Esser aus der Jugend. „Das haben wir aber erst beim ersten Treffen in Gummersbach festgestellt“, erzählt sie.

Als ihr Mann im Juni 2025 starb, erhielt Martina Becker zahlreiche Geldspenden, die sie im Sinne ihres naturverbundenen Mannes verwenden wollte. „Also habe ich das Geld aufgeteilt. Einen Teil hat die rollende Waldschule bekommen, außerdem wurde mit dem Spendengeld das Waldsofa in Egen an der Radwegekirche finanziert. Und nun fließt ein Teil auch in die Wiederaufforstung bei Franz Esser“, sagt sie.

Der Gummersbacher Verein „ZebiO“ brachte die beiden Partner zusammen. Franz Esser hat nun 500 weitere Bäume erhalten und in Eigenregie eingepflanzt – immer in Gruppen, so dass sich auf seinem Waldgrund viele verschiedene Baumarten begegnen – Esskastanie, Roteiche, Bergahorn, Küstentanne, Stieleiche, Weißtanne, Birke, Eberesche, Fichte und Buche sind zu finden. Und Esser ergänzt: „Ich habe das ganze Gelände mit einem Wildzaun geschützt, nicht nur wegen der Rehe, sondern auch wegen der Ziegen aus der Nachbarschaft.“