Gut besuchtNeujahrsempfang der CDU Wipperfürth mit Minister Herbert Reul

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Das Foto zeigt den NRW-Innenminister Herbert Reul.

Innenminister Herbert Reul beim Neujahrsempfang der CDU Wipperfürth.

Viele Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nahmen am CDU-Neujahrsempfang in Wipperfürth teil. Hauptredner war NRW-Innenminister Herbert Reul. 

„Seine Mitarbeiter lieben ihn, Kriminelle fürchten ihn“ – so kündigte Moderator Christian Berger den Auftritt von Herbert Reul an. Der NRW-Innenminister war der Hauptredner beim sehr gut besuchten Neujahrsempfang der CDU Wipperfürth in der Alten Drahtzieherei. Reul kam sogleich auf sein Lieblingsthema zu sprechen, die Innere Sicherheit. „Sicherheit ist nicht selbstverständlich, sie ist vielleicht eines der wichtigsten Güter“, betonte der 71-Jährige. Vielen Menschen in Deutschland sei gar nicht bewusst, was für ein Schatz der Rechtsstaat sei.

Seit 2017 ist der Leichlinger NRW-Innenminister und Umfragen zufolge einer der beliebtesten Landespolitiker. Was sicher nicht zuletzt an der klaren Sprache des Politprofis liegt, die ihn von vielen seiner Kollegen unterscheidet. Ohne ein Redemanuskript sprach Reul in Wipperfürth über aktuelle Herausforderungen und lobte die Arbeit der Düsseldorfer Landesregierung.

Das Thema Innere Sicherheit stand in Wipperfürth im Zentrum

In den vergangenen Jahren habe er 17 500 neue Polizisten eingestellt, so Reul, die NRW-Polizei sei die am besten ausgestattete in ganz Deutschland. Um Cyberkriminalität und Kindesmissbrauch effektiv zu bekämpfen, müsse der Datenschutz gelockert werden, forderte er. Die Ampelregierung in Berlin bekam vom CDU-Mann ihr Fett weg. „Sie können die Regierung wieder abwählen, sie müssen nicht ertragen, dass alle Cannabis rauchen müssen“, stichelte Reul.

Zum Schluss ging Reul auch kurz auf das Erstarken der AfD ein. „Wenn 20 Prozent AfD wählen und 30 Prozent nicht wählen, dann wird es mir Angst und Bange.“ Damit die Menschen der Politik wieder vertrauen schenken würden, brauche es Taten, eine Politik der kleinen Schritte und keine dicken Sprüche.

Wenn 20 Prozent AfD wählen und 30 Prozent nicht wählen, dann wird es mir Angst und Bange
Herbert Reul, NRW-Innenminister

Die CDU Wipperfürth nutzte den Empfang auch, um ihren neuen Fraktionsvorstand vorzustellen. Bernd Schnippering und Jörg Heckersbruch bilden eine Doppelspitze, Lothar Palubitzki (Stellvertreter) und Hartmut Hirsch (Kassierer) unterstützen sie ebenso wie Herbert Berster als Vize-Bürgermeister und MdL Christian Berger als Chef des CDU-Stadtverbandes.

Viele Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie Vertreter von Institutionen und Vereinen nahmen am Empfang in der „Drahte“ teil und nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Grußworte sprachen Kreisdirektor Klaus Grootens und Bürgermeisterin Anne Loth.

Im Rahmen des Empfangs verlieh die CDU Wipperfürth ihren Bürgerpreis. Viel Applaus und Glückwünsche gab es für die diesjährige Preisträgerin Monika Breidenbach. Der Preis wird seit über 20 Jahren vergeben und ist mit 500 Euro dotiert. Stefan Klett, der Präsident des Landessportbundes, hielt die Laudatio.

1993 trat Monika Breidenbach dem VfR Wipperfürth bei, seit 1994, also seit nunmehr 30 Jahren, ist sie Kassiererin des Sportvereins. 2002 wurde Breidenbach Geschäftsführerin des Stadtsportverbandes Wipperfürth, seit 2011 ist sie dessen 1. Vorsitzende. „Du hast beide Ämter mit Herzblut gelebt und Dich stets mit Kraft, Ausdauer und starkem Willen für den Sport eingesetzt“, so Klett.

Zu den Aufgaben, die Monika Breidenbach organisiert, gehören nicht nur die Organisation von Turnieren und Ausflügen, sondern auch die Vorbereitung für die Wipperfürther Sportlerwahl, die Förderprogramme und die Kooperation mit allen Vereinen. Geld zu verteilen, ohne dass es Krach gebe, sei nicht einfach, so Klett. Und auch im Ausschuss für Sport, Freizeit und Kultur arbeitet Breidenbach mit. „Du hast Dich massiv für den VfR und die Stadtgesellschaft eingesetzt“, dankte Klett der sichtlich gerührten Preisträgerin.

Bescheiden nahm Monika Breidenbach die Auszeichnung entgegen. „Ich fühle mich geehrt und danke mit Stolz und Demut. Ohne Unterstützung meines Teams und meiner Familie wäre das alles nicht möglich.“ Die Preisträgerin verriet, dass sie mit dem 1. Vorsitzendem des VfR – ihrem Mann – nicht immer einer Meinung sei. „Da gibt es schon mal Reibungen. Sport ist wichtig für den Zusammenhalt in der Gesellschaft“, schloss Breidenbach ihre Rede und erntete auch dafür viel Beifall. 

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