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Immer mehr MängelWipperfürther Bauamt klagt über zunehmenden Pfusch bei Straßenarbeiten

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Ein Hohlraum unter einer Asphaltschicht

Ein Hohlraum unter einer Asphaltschicht

Immer mehr Pfusch bei Straßenarbeiten und -reparaturen registriert das Bauamt der Stadt Wipperfürth. Mehr Kontrollen sollen Abhilfe schaffen.

Ein Tiefbauunternehmen hat eine Straße aufgebrochen, doch das Loch nur notdürftig geflickt. Die Folge: Bei der ersten größeren Belastung bricht die Deckschicht ein.

Solche Situationen gehören für Daniel Bese mittlerweile zum Alltag. Er arbeitet als Techniker für die Tiefbauabteilung des Wipperfürther Bauamtes. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählen die Verwaltung und die Kontrolle von Aufbrucharbeiten auf öffentlich genutzten Flächen.

Techniker gab Politik einen Einblick in seine Arbeit

In der jüngsten Sitzung des Bauausschuss gab Bese einen Einblick in seine Arbeit. Auf der einen Seite werden immer häufiger Straßen und Bürgersteige mit Bagger und Presslufthammer aufgebrochen, um plus 15 Prozent in den vergangenen fünf Jahren, oft werden gleich ganze Straßenzüge aufgerissen. Was vor allem am boomenden Glasfaserausbau liegt, der mittlerweile rund 80 Prozent aller Aufbrucharbeiten ausmacht. So wichtig der Glasfaserausbau auch ist: Jeder Aufbruch stelle einen Eingriff in einen bereits hergestellten Straßenaufbau dar, betont das Tiefbauamt. Werden Aufbrüche nicht fachgerecht ausgeführt, weil etwa der Unterbau unzureichend verdichtet oder minderwertiges Füllmaterial verwendet wurde, kann das zu Setzungen, Rissen, Unebenheiten und weiteren Schäden führen, die Nutzungsdauer einer Straße verringern und die Verkehrssicherheit gefährden.

Wir kontrollieren regelmäßig und signalisieren damit, ,mit uns gibt es keinen Pfusch‘
Daniel Bese vom Tiefbauamt Wipperfürth

Weil manche Mängel erst nach einer gewissen Zeit sichtbar werden, setzt das Tiefbauamt zum einen auf stichpunktartige Kontrollen der Baustellen, bis zu vier Mal mal in der Woche. „Wir signalisieren damit ,mit  uns gibt es keinen Pfusch’,“ sagt Bese. Wichtig seien auch die Abnahme und eine Überwachung bis zum Ablauf der Gewährleistung. Zudem müssen Bauunternehmen ihre Arbeit dokumentieren.

Bese erläuterte, dass die Qualität der Aufbrucharbeiten nachgelassen habe und zum Teil mangelhaft sei, weil es manchen Firmen am nötigen Fachwissen fehle. Deshalb habe die Tiefbauabteilung der Stadt schon vor Jahren ein eigenes Antragsformular entwickelt, das neben den formellen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen auch mit Bildern zur Veranschaulichung arbeitet.